Am 30. August 1745, heute vor 265 Jahren, kam in Erfurt Johann Hieronymus Schröter zur Welt. Er studierte in Göttingen Rechtswissenschaften, hörte aber auch Vorlesungen über Physik und Astronomie.
1778 bekam er die Stelle des Oberamtmanns in Lilienthal, einem Dorf nordöstlich von Bremen. Seine Dienstgeschäfte ließen ihm genügend Zeit, sich ausgiebig seiner Leidenschaft zu widmen: der Astronomie.
So errichtete Schröter im Laufe der Zeit eine exzellent ausgestattete Sternwarte. Sein Spiegelteleskop von 50 Zentimetern Durchmesser war das größte Instrument auf dem europäischen Kontinent. Nur die Teleskope von Friedrich Wilhelm Herschel in England waren noch größer.
Johann Hieronymus Schröter machte sich schnell einen Namen als gewissenhafter Beobachter vor allem des Mondes und der Planeten. Mit seinem Instrument untersuchte er auch Sternhaufen und Gasnebel.
Gemeinsam mit Franz Xaver von Zach und Wilhelm Olbers gründete er im Jahr 1800 die Astronomische Gesellschaft. Zudem organisierte er die "Himmelspolizey", um systematisch nach dem vermuteten Planeten zwischen Mars- und Jupiterbahn zu suchen.
Zwar stieß Guiseppe Piazzi in Palermo kurze Zeit später rein zufällig auf den ersten Asteroiden in dieser Himmelsgegend. Aber die folgenden drei Exemplare wurden in Lilienthal und Bremen entdeckt.
1813 brannten französische Truppen Lilienthal nieder. Die Sternwarte verfiel. Die kurze wissenschaftliche Blüte war vorbei. Johann Hieronymus Schröter, einer der vergessenen großen Beobachter der Astronomiegeschichte, starb am 29. August 1816.
Informationen zu Johann Hieronymus Schröter
Der Astronomische Verein Lilienthal
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Sternzeit 13. August 2011
Sendezeit: 13.08.2011, 16:56
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