Der Name klingt zwar nach einer römischen Göttin, ist aber wohl eher keltischen Ursprungs. Trotzdem führt auch ein Gesteinsbrocken im Asteroidengürtel diese Bezeichnung: Lutetia, der von Caesar geprägte lateinische Name von Paris.
Der deutsch-französische Astronom und Maler Hermann Mayer Salomon Goldschmidt hatten diesen Asteroiden im Jahr 1852 entdeckt. Da er damals am Observatorium in Paris tätig war, benannte er den neuen Himmelskörper nach dieser Stadt.
Am 10. Juli dieses Jahres erhielt Lutetia Besuch von der europäischen Kometensonde Rosetta. Sie ist seit März 2004 unterwegs zum Kometen Churyumow-Gerasimenko und hat auf dem Wege dorthin vor zwei Jahren bereits den Kleinplaneten Steins passiert.
Während Steins mit einem Durchmesser von fünf Kilometern aber zu den kleineren Objekten gehört, ist Lutetia der bislang größte aus der Nähe erkundete Asteroid: Sein Durchmesser wurde vor dem Vorbeiflug anhand von Infrarot-Beobachtungen mit rund 95 Kilometern angegeben.
Die ersten Bilder, die noch am Abend des Vorbeiflugs zur Erde übermittelt wurden, zeigen einen unregelmäßig geformten, von zahlreichen Kratern zernarbten Gesteinskörper. An manchen Stellen ähnelt er dem Marsmond Phobos. Die Aufnahmen lassen Einzelheiten bis zu 50 Metern Größe erkennen - unter anderem Kraterketten, rillenähliche Strukturen und offenbar auch abgerutschte Hänge im Innern größerer Krater.
Während die Bilder und Daten jetzt in Ruhe ausgewertet werden, fliegt Rosetta weiter zu ihrem endgültigen Ziel. Den Kometen soll sie im Sommer 2014 erreichen.
Spektakulärer Besuch bei Lutetia
Mehr über Rosetta bei Lutetia
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Sternzeit
Sternzeit 13. August 2011
Sendezeit: 13.08.2011, 16:56
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