Am Himmel in den frühen Morgenstunden zeigt sich jetzt wieder ein alter Bekannter: Der Himmelsjäger Orion ist zurück.
Einige Monate war er im hellen Sonnenlicht versteckt. Jetzt prangt er ab etwa vier Uhr früh am Osthimmel und stimmt uns auf den nächsten Winter ein.
Morgen früh zeigt er sich ein gutes Stück rechts der Mondsichel, die mitten in den Zwillingen steht. Der Mond geht bereits gegen zwei Uhr auf. Auf der linken Seite begleiten ihn Kastor und Pollux, die beiden Hauptsterne der Zwillinge, die senkrecht übereinander stehen.
Oberhalb Orions leuchtet der Stier. Aldebaran, das rötlich funkelnde Auge, ist unübersehbar. Etwas darüber glitzert der markante Sternhaufen der Plejaden. Die sechs bis acht schwachen Sterne sehen ein wenig aus wie der Große Wagen im Miniaturformat.
Über den Zwillingen und dem Mond steht der Fuhrmann, ein auffallendes Fünfeck. Capella ist der hellste Stern im Fuhrmann - sie geht in Mitteleuropa nie unter und war auch im Hochsommer tief am Nordhimmel zu erkennen. Damit ist sie gewissermaßen die Stallwache des Winterhimmels, wenn der Rest der kalten Sternbilder im Glanz der Sonne eine Zwangspause einlegt.
Gegen halb sechs kämpfen sich auch die beiden winterlichen Nachzügler über den Südosthorizont: Prokyon im Kleinen und Sirius im Großen Hund. Sirius ist der hellste Stern am Nachthimmel. Bei ihm fallen die Turbulenzen in der Atmosphäre besonders auf. Er funkelt oft in schillernden Farben.
Noch bleiben die frostigen Sterne vor Sonnenaufgang in Lauerstellung am Firmament. Doch der Himmel zeigt es gnadenlos: Die kalte Jahreszeit ist nicht mehr ganz so fern.
Das Sternbild Orion
Der Himmel im Lauf der Jahreszeiten
Beiträge zum Nachhören
Sternzeit
Sternzeit 13. August 2011
Sendezeit: 13.08.2011, 16:56
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