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17.01.2013
Künstlerische Darstellung des Orion-Raumschiffs mit ESA-Servicemodul (Bild: ESA) Künstlerische Darstellung des Orion-Raumschiffs mit ESA-Servicemodul (Bild: ESA)

Raumpatrouille mit der ESA

Von Dirk Lorenzen

Mitte der 60er-Jahre war die Fernsehserie Raumpatrouille ein Straßenfeger. An Bord des Raumschiffs Orion hatte die Crew um den Kommandanten Cliff Allister McLane, grandios gespielt von Dietmar Schönherr, allerlei Abenteuer zu bestehen, um die Menschheit vor feindlichen Attacken zu schützen.

Die Vision von einst wird nun Wirklichkeit - zumindest teilweise. Tatsächlich wird in einigen Jahren das Raumschiff Orion ins All fliegen. Da es unter Leitung der NASA entsteht, heißt es allerdings englisch Orion.

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat jetzt die Einladung der NASA angenommen, sich am Bau von Orion zu beteiligen. Die ESA liefert das Servicemodul des bemannten Raumschiffs, in dem Steuerung, Triebwerke und Energieversorgung untergebracht sind.

Erstmals lässt die NASA zu, dass internationale Partner entscheidende Teile eines bemannten Raumfahrzeugs liefern. Europas Industrie entwickelt das Servicemodul auf der Basis des ATV-Transporters, der vollautomatisch zur Internationalen Raumstation fliegt und dort andockt. Er ist das derzeit modernste Raumschiff der Welt.

Ab etwa 2017 könnte dann Orion abheben und mittelfristig den Mond, sowie Asteroiden oder den Mars ansteuern. Eine echte Raumpatrouille werden die künftigen Touren durch das Weltall aber nicht, denn es geht wohl kaum um den Schutz gegen feindliche Attacken.

Bei aller Freude über das NASA-ESA-Projekt gibt es auch herbe Enttäuschung: Kommandant der Orion wird vielleicht ein Mister McLane, aber sicher nicht Dietmar Schönherr.

Das Orion-Raumschiff der NASA

Bericht zur ESA-Entscheidung, sich am Orion-Raumschiff zu beteiligen


 
 

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Sternzeit 17. Januar 2013

Sendezeit: 17.01.2013 16:57

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