Rosetta hat ihren Lander auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko abgesetzt (zeichnerische Darstellung). (Bild: Astrium)
Das Sternbild Schlangenträger ist morgen früh gegen ein Uhr in südlicher Richtung zu finden. Da es kaum helle Sterne enthält, ist es trotz seiner Größe am Himmel nicht leicht zu erkennen.
Für das bloße Auge sogar völlig unsichtbar bleibt ein winziger, blasser Lichtfleck in diesem Sternbild, der heute Nacht in Opposition zur Sonne steht. Er wäre auch kein Thema für die Sternzeit, wenn es sich nicht um einen besonderen Lichtfleck handeln würde: den Kometen Churyumov-Gerasimenko - das Ziel der ESA-Kometensonde Rosetta.
Im Mai vergangenen Jahres ist dieser nur wenige Kilometer große Eisbrocken durch den sonnenfernsten Punkt seiner elliptischen Bahn gezogen. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich etwa 850 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt - fast sechsmal so weit wie die Erde.
Seitdem ist er der Sonne schon wieder etwas näher gekommen und befindet sich heute nur noch knapp außerhalb der Jupiterbahn.
Wenn die Raumsonde Rosetta in etwa elf Monaten mit ihrem Anflug auf den Kometen beginnt, bewegt dieser sich dann schon deutlich innerhalb der Jupiterbahn.
Rosetta soll den Eis- und Gesteinsbrocken danach über mehrere Monate aus der Nähe erkunden, ehe im November 2014 eine Messsonde zur Landung auf dem Kometenkern abgeworfen wird.
Gemeinsam werden Rosetta und die Landeeinheit Philae über ein Jahr hindurch verfolgen, wie der Komet bei schrumpfendem Sonnenabstand langsam aktiver wird.
Mit bloßem Auge ist der Komet aber selbst im sonnennächsten Bahnpunkt nicht zu sehen.
Der bisherige Verlauf der Rosetta-Mission [http://www.br.de/themen/wissen/rosetta-raumsonde-komet-100.html]
Mehr über den Zielkometen der Rosetta-Mission [http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/Rosetta/Comet_67P_Churyumov-_Gerasimenko]