Auch als schon recht dicke Sichel zeigt sich der Mond derzeit nur sehr tief am Himmel (Bild: Stellarium)
Vor fünf Tagen war Neumond. Trotzdem hat die schon recht dicke Sichel noch immer Mühe, sich am Firmament durchzusetzen. Nach Sonnenuntergang ist sie nur für zwei Stunden recht tief am Westhimmel zu erkennen.
Ganz anders war die Situation im Februar und März. Da strahlte die Mondsichel bei derselben Phase mehr als fünf Stunden lang am Abendhimmel.
Für die Sichtbarkeit des Mondes sind zwei Dinge entscheidend: zum einen natürlich die Mondphase. Ein Halbmond ist immer besser zu sehen als eine hauchdünne Sichel.
Zum anderen spielt die Position der Sonne am Himmel eine große Rolle. Die Sonne steht jetzt fast in ihrer höchsten Stellung des Jahres.
Seit der Neumondstellung am Sonnabend ist der Mond den Weg entlang gelaufen, den die Sonne im Juli und August nimmt. Dann sinkt sie am Himmel deutlich tiefer - und genau das macht derzeit der Mond.
Er entfernt sich zwar immer weiter von der Sonne, erreicht zugleich aber immer tiefer liegende Bereiche der Ekliptik - der himmlischen Autobahn, über die Sonne, Mond und Planeten ziehen.
Das lässt sich an den Untergangszeiten des Mondes ablesen: Von Tag zu Tag sinkt er derzeit nur gut zwanzig Minuten später unter den Horizont. Dagegen bleibt die zunehmende Mondsichel im Februar und März von Tag zu Tag bis zu eine Stunde länger sichtbar!
Blicken Sie nach Sonnenuntergang zum Mond. Unser treuer Begleiter gibt sich am Westhimmel zwar alle Mühe - aber die Gesetze der Himmelsmechanik hindern ihn daran, uns im Sommer und Herbst ein so schönes Schauspiel zu bieten wie im Winter und im Frühjahr.
Beobachtungshinweise zum aktuellen Sternenhimmel
Die Bewegung des Mondes am Himmelszelt
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Sternzeit 13.Juni 2013
Sendezeit: 13.06.2013 16:57
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