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01.11.2005

Samhain

Damond Benningfield

Langsam wird das Wetter auf der nördlichen Erdhalbkugel kühler, weil wir jeden Tag etwas weniger von der Sonne haben. Bis zur Wintersonnenwende werden die Tage immer kürzer und dann setzt sich die Kälte durch. Es ist ein nie endender Zyklus der Natur, den wir als selbstverständlich nehmen.

Auch in alten Kulturen kannte man diesen Kreislauf, nahm ihn jedoch nicht als gegeben. Um sicher zu sein, versuchten einige Völker, der Natur zu helfen. Andere feierten zu bestimmten Jahreszeiten große Feste. Ein Beispiel dafür ist das keltische Fest Samhain.

Für die Kelten war die Zeit um den 1. November der Winterbeginn und der Beginn eines neuen Jahres. Sie feierten diese Zeit mit Pferderennen, Märkten, Tanzveranstaltungen und gutem Essen. Später legte man auch wichtige politische Gespräche in diese Tage.

Obwohl die Kelten ihr Neujahrsfest ausgelassen und froh feierten, sahen sie Samhain gleichzeitig als Gefahr. Es kündigte den Beginn der dunkelsten und kältesten Jahreszeit an - eine Zeit, in der das Land erstarrte. Nach keltischer Tradition galten die normalen Naturgesetze in diesen Wochen nicht. Tote konnten auf der Erde wandern und Lebende die Unterwelt besuchen.

Viele der alten keltischen Bräuche sind längst verschwunden. Die Vorstellung jedoch, dass Geister die Welt der Lebenden besuchen und gut behandelt werden müssen, lebt noch heute in den angelsächsischen Bräuchen zu Halloween weiter.


 
 

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