2005 ist das Jahr des Erinnerns, der Mahnung und des Gedenkens in Deutschland. Eigentlich hätte man eher erwarten können, dass ein rundes Datum, einen "Boom" auslöst, also 50 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges.
Aber erst jetzt sind Veranstaltungen und öffentliche Diskussionen über "Zusammenbruch" oder "Befreiung", über Täter und Opfer, über "Einmaligkeit" und "Aufrechnung", über das "richtige" Gedenken so zahlreich und intensiv wie nie: etwa beim Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, anlässlich der Bombardierung Dresdens oder bei der Einweihung des Holocaust-Mahnmals in Berlin.
Brauchte es eine ganze Generation, bis eine Debatte in dieser Weise geführt werden konnte? Ist die Epoche des Verdrängens vorüber? Oder ist eine Ära der massenmedial gesteuerten Relativierung, gar des Missbrauchs von Erinnerung angebrochen? Geht es um Geschichten oder um Geschichte?
Was hat sich geändert an der Art des Gedenkens in Bevölkerung und Politik in Ost- und Westdeutschland seit 1945? Was wird aus dem Erinnern werden nach der Zeit der Zeitzeugen? Wie interpretieren Geschichts-, Sozial- und Kulturwissenschaften diesen Wandel und generell die Bedeutung des Erinnerns für die Zukunft einer Gesellschaft?
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Studiozeit • Aus Kultur- und Sozialwissenschaften
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Sendezeit: 24.05.2012, 20:35
Weltskeptikerkongress
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