In der heftig geführten Debatte um Zuwanderung und Integration tauchen Vorurteile wieder auf, die man eigentlich überwunden glaubte. Ob es die Idee von der besonderen "Ausländerkriminalität" ist oder angebliche Unterschiede bei der Intelligenz: Die rassistischen Thesen sind alt und seit Langem widerlegt.
Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2013 fand in Berlin die Veranstaltung "Das Fremde und ich" statt. Dabei wurde auch diskutiert, wie ein neues Verständnis von "wir" entstehen und was Museen zu einer funktionierenden Zuwanderungsgesellschaft beitragen könnten.
Der Unmut wird langsam lauter, vor allem gegenüber den Superreichen, die ihr Einkommen und Vermögen in den letzten Jahren weiter vermehren konnten, während gleichzeitig die Armutsquote in Deutschland gestiegen ist. Leben die gesellschaftlichen Eliten in einer Parallelgesellschaft, die sich immer weiter entfernt hat von der Lebenswirklichkeit der Lohnabhängigen?
Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat in einer neuen Studie den Stand des "Rechtsextremismus in Europa" untersuchen lassen. Auf einer Tagung in Berlin diskutierten Experten, wie sich die rechtsextreme Szene in Deutschland und Europa verändert und wie mögliche Gegenstrategien aussehen können.
Wir werden immer älter. Doch steigende Lebenserwartung ist nicht gleichbedeutend mit Lebenszufriedenheit und Glücksempfinden. Wie kann den Bedürfnissen einer alternden Gesellschaft begegnet werden? Darüber diskutierten Wissenschaftler in Mainz - und blickten dazu auch auf ein Land, das Alte und das Altsein nicht herabwürdigt, sondern ausdrücklich respektiert.
"Goethe und die Weltreligionen" war die jüngste Hauptversammlung der Goethe-Gesellschaft überschrieben. Nicht nur das Christentum stand im Fokus, auch der Islam und Goethes Bezüge zu dieser und anderen Religionen. Wie hielt es also der Dichterfürst mit dem Glauben inmitten seines 18. Jahrhunderts?
Alexander Schalck-Golodkowski, der "oberste Devisenbeschaffer der DDR", gilt bis heute als tief verstrickt in illegale Geschäfte. Dieses Bild korrigiert Matthias Judt in seinem Buch "Der Bereich Kommerzielle Koordinierung". Es untersucht Mythos und Realität des DDR-Wirtschaftsimperiums.
Was macht den Menschen zum Menschen? Die Frage ist so alt wie die Philosophie. In vier Salongesprächen versuchen die ZEIT-Stiftung und die Bucerius Law School eine Annäherung.
Das Zerrbild vom reichen Juden, der mit dem Verleihen von Geld sein Vermögen vergrößert, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Judentums. Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt fragt nach den Wurzeln und den Folgen dieses antisemitischen Klischees.
Das Thema demografischer Wandel wird in Deutschland mit Problemen und Ängsten assoziiert. Eine andere Perspektive eröffnete jetzt eine Demografie-Tagung in Berlin: Sie stellte die wissenschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Innovationspotenziale in den Mittelpunkt.
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Aus Kultur- und Sozialwissenschaften
17.Juni 1953 - Fehleinschätzung der Geheimdienste
Sendezeit: 13.06.2013, 20:43
Computersucht
Sendezeit: 13.06.2013, 20:34
Shitstorm im Netz
Sendezeit: 13.06.2013, 20:27
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