Das geplante Blasphemiegesetz ist nicht nur in Russland heftig umstritten. Kritiker monieren: Der in dem Gesetz beschriebene Straftatbestand, die Verletzung religiöser Überzeugungen und Gefühle, sei schwammig und schwer zu fassen.
Satire und Kabarett provozieren und können auch schon mal Gefühle verletzten. Heikles Thema bei vielen Kabarettisten: Die Kirche. In vielen deutschen Gemeinden gibt es mittlerweile jedoch Kabarettensembles, die brisante Themen "ihrer Kirche" selbst angehen.
An fünf Standorten wird die islamische Theologie als Studienfach unterrichtet. Hier sollen die Imame und Islamlehrer von morgen ausgebildet werden und ein Islam entstehen, der mit den Normen und Werten der Bundesrepublik vereinbar ist.
Gegen den ausdrücklichen Rat der Kirchen billigte die Mehrheit des House of Lords das umstrittene Gesetz, das staatlich anerkannte Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern ermöglicht. Die Reform spaltet vor allem die Konservative Partei David Camerons.
Wegen ihrer Rolle im Kampf gegen den Sozialismus genießt die katholische Kirche in Polen noch immer hohes Ansehen. Umso schwieriger ist es, sexuellen Missbrauch, der von Geistlichen ausgeht, öffentlich anzusprechen. Eine neue Stiftung will das ändern.
Der Bau der dritten Bosporusbrücke in Istanbul spaltet die Türkei. Die alevitische Minderheit des Landes ist entsetzt über den Namensgeber des Projekts: Sultan Selim I., ein Sunnit, war vor rund 500 Jahren brutal gegen die Aleviten vorgegangen.
In Albert Schweitzers berühmten Spital von Lambarene im Urwald von Französisch-Äquatorial-Afrika fanden Tausende Personen Hilfe, unabhängig von ihrer Hautfarbe, Volkszugehörigkeit oder Religion. Auch heute noch wird in der Republik Gabun im Sinne Schweitzers behandelt.
Es ist der bisher jüngste Offenbarungsglaube der Religionsgeschichte: Die Bahá'i-Religion hat ihren Ursprung im 19. Jahrhundert in Persien. Von dort aus verbreitete sie sich über die ganze Welt. Die Bahá'i kennen keinen Klerus, dafür aber haben sie eine eigene, selbst gewählte Verwaltungsordnung.
Sie sind Juden und glauben trotzdem an Jesus als Messias. Religiös stehen die messianischen Juden den evangelikalen Christen nahe. Auch in Israel gibt es Gemeinden: Hier kommt es immer wieder zu Konflikten, weil sie auch unter orthodoxen Juden missionieren.
Vom mystischen Pietisten zum Religionskritiker: Will man den gedanklichen Entwicklungsprozess von Friedrich Engels verstehen, wirft man am besten ein Blick in seine Kindheit- und Jugendjahre. Aufgewachsen ist der Vordenker der Sozialdemokratie im damals streng pietistischen Wuppertal.
Beiträge zum Nachhören
Tag für Tag
Notizen aus Religion und Gesellschaft vom 19.6.2013
Sendezeit: 19.06.2013, 09:55
Nigeria: Schulbildung? Fehlanzeige!
Sendezeit: 19.06.2013, 09:52
Nigeria: Friedensprojekt im Bundesstaat Jos
Sendezeit: 19.06.2013, 09:43
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