Der geglückte Wahltag in Pakistan bedeute noch lange keine bessere Zukunft, kommentiert Christoph Erhardt. Pakistan brauche eine neue politische Kultur, die sich der Talibanisierung seiner Gesellschaft entgegenstellt. Mit der neuen Regierung von Nawaz Scharif drohe ein Wechsel ohne Wandel.
Eine Suchmaschine schlägt bei der Eingabe eines Wortes oder eines Namens zusätzliche Begriffe vor und darf das nun nur noch eingeschränkt. Mit dem Urteil fällt auch der Mythos von der Neutralität Googles, meint Gundula Geuther.
Das Fiasko um den millionenschweren Ankauf von Aufklärungsdrohnen aus den USA habe nicht Verteidigungsminister Thomas de Maizíere allein zu verantworten, meint Jochen Bittner. Die Große Koalition habe den Kauf 2007 gemeinsam beschlossen und hätte von Anfang an die Drohnen in Europa kaufen sollen.
Alle sagen, mit dem Klonen menschlicher Stammzellen ist endgültig eine Grenze erreicht, das darf nicht sein. So viel Einigkeit ist in der bioethischen Debatte selten. Allerdings: Ein realer Bedarf für geklonte Menschen zeichnet sich nirgends ab, meint Volkart Wildermuth.
Trotz des gestiegenen gesellschaftlichen Stellenwerts und aller Kommerzialisierung: Im Fall Hoeneß zeigt sich, dass der Sport noch immer nach eigenen Regeln funktioniert, kommentiert Moritz Küpper.
Aufgabe der durch den Akkreditierungszirkus arg in den Vordergrund gespielten Medien wird esnun sein, den NSU-Prozess viel kritischer als bisher zu beobachten. Denn erste Äußerungen der Bundesanwaltschaft machen wenig Hoffnung auf die viel beschworene Lückenlosigkeit der Aufklärung, meint Friedrich Burschel.
Bundesinnenminister Joachim Friedrich (CSU) fremdelt bis heute mit den Muslimen, kritisiert Daniel Bax, von der "taz". Das sei ein Grund, warum die Islamkonferenz nicht mehr funktioniere.
Einen gerechten Frieden wird die Syrien-Konferenz nicht bringen, kommentiert Markus Bickel von der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Dazu hätten die Großmächte die freiheitlichen Kräfte zu lange im Stich gelassen.
Die spinnen, die Grünen. Ausländische Beobachter des deutschen Politikbetriebs wissen nicht, wie sie erklären sollen, was die "Greens" da gerade tun: Nicht nur stellt die Partei einen Strauß massiver Steuererhöhungen in Aussicht. Es sind auch noch ihre eigenen Wähler, die betroffen wären.
Kaum war François Hollande im Amt, scherte er bei der Bekämpfung der Krise aus der gemeinsamen Front mit Berlin aus. Deutschland steht damit zwar immer noch nicht alleine da. Doch mit dem deutsch-französischen Zerwürfnis ist das Kraftzentrum der EU lahmgelegt, kommentiert Martin Winter.
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Themen der Woche
Ermittlungshilfe unter Eid: Neue Erkenntnisse im NSU-Prozess
Sendezeit: 15.06.2013, 13:25
Kandidat unter Vorbehalt: Erdogan, die Proteste und der EU-Beitritt
Sendezeit: 15.06.2013, 13:21
Freund unter Kontrolle: Der NSA-Skandal und die Beziehungen zu den USA
Sendezeit: 15.06.2013, 13:16
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