Am 28. April wurde die neue Regierung in Italien vereidigt - zwei Monate nach der Parlamentswahl. Noch haben nicht alle Minister ihre Büros bezogen und der Ministerpräsident Enrico Letta ist gerade von einer EU-Tour zurück - schon kriselt es in der Koalition in Rom, kommentiert Jörg Bremer von der "FAZ".
Der Saal 101 des OLG München ist zu klein - für das Leid und für die Fehler, die über mehr als ein Jahrzehnt hinweg passierten und für das Maß an mörderischer, rechtsextremistischer Unmenschlichkeit, über das in diesem Saal verhandelt werden soll, meint Birgit Wentzien.
Die Serben standen vor der Alternative Europa oder Kosovo. Um dem Mehrheitswillen der Bevölkerung gerecht zu werden, hat man nun auf das Kosovo verzichtet. Mit historischer Einsicht, mit Bereitschaft zur Versöhnung habe das nichts zu tun, meint Norbert Mappes-Niediek.
Uli Hoeneß - der Mann stand einmal für den sportlichen Umgang miteinander. Heute steht er für das Verhalten einer Oberschicht, die glaubt, sich Steuerflucht leisten zu können. Das ist nicht sportlich, das ist unfair, meint Oliver Stock.
Das Bundesverfassungsgericht hat sein Urteil zur Anti-Terror-Datei genutzt, um den Anspruch des Europäischen Gerichtshofes auf Vorlage des Falles entschieden zurückzuweisen. Darin liege die wahre Sensation des Urteils, meint Stephan Detjen.
Sollte es der mit der Regierungsbildung beauftragte Sozialdemokrat Enrico Letta schaffen, eine Koalition mit Erzfeind Silvio Berlusconi zu bilden, wäre der Weg frei für notwendige Entscheidungen. Die Alternative wäre Chaos, meint Andrea Bachstein.
Tagelang herrschte in Boston der Ausnahmezustand. Die USA reagierte darauf mit relativer Gelassenheit, kommentiert Christoph von Marschall, "Tagesspiegel".
Der Beginn des NSU-Prozesses wird auf den 6. Mai verschoben. Endlich ein Ende der "Chaostage in München"! Das ist genügend Zeit für das Gericht in München, von nun an alles richtig zu machen. Doch die Entscheidung war für die Angehörigen der Opfer ein Schlag ins Gesicht, kommentiert Ayca Tolun.
Die Machtpolitikerin Ursula von der Leyen ist in die Falle der vorhandenen Strukturen getappt, kommentiert Catrin Stövesand, Deutschlandfunk. Diese verkrusteten Strukturen gelte es aber, aufzubrechen.
Nur knapp hat Nicolás Maduro die Präsidentenwahl in Venezuela für sich entscheiden können. Das Land ist tief gespalten und seit Tagen kommt es immer wieder zu gewaltsamen Protesten. Alles andere als ein guter Start im Präsidentenamt, kommentiert Bernd Pickert von der "taz".
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Ermittlungshilfe unter Eid: Neue Erkenntnisse im NSU-Prozess
Sendezeit: 15.06.2013, 13:25
Kandidat unter Vorbehalt: Erdogan, die Proteste und der EU-Beitritt
Sendezeit: 15.06.2013, 13:21
Freund unter Kontrolle: Der NSA-Skandal und die Beziehungen zu den USA
Sendezeit: 15.06.2013, 13:16
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