Das Problem mit den Rechtsradikalen ist mit dem Auffliegen des NSU nicht beseitigt, kommentiert Annette Ramelsberger, Süddeutsche Zeitung. Das Erstaunen über rechte Netzwerke in Haftanstalten zeige, dass dies viele wohl glaubten.
Die Atomwirtschaft verspielt ihr letztes Vertrauen, indem sie sich vor den Kosten für ein Endlager drückt, meint Georg Ehring. Sie verkaufe Gorleben als einzig möglichen Standort, obwohl berechtigte Zweifel an seiner Eignung bestünden. Dennoch müsse Gorleben im Rennen bleiben.
Margaret Thatcher gehörte zu einer heute weitgehend ausgestorbenen Politiker-Spezies: Sie tat, was sie sagte und sie sagte, was sie dachte. Das Meiste davon hat sich im Nachhinein als richtig erwiesen. Doch wie alle Ismen schoss auch der Thatcherismus übers Ziel hinaus, meint Jochen Spengler.
Es liegt im ureigenen luxemburgischen Interesse, nicht mehr als Steueroase zu gelten. Das Land versucht so aus der Not eine Tugend zu machen, findet Michael Stabenow, Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Nordkorea hält die Welt in Atem. Die Kriegsdrohungen klingen so ernst gemeint und zugleich so absurd, dass die Amerikaner kaum wissen, ob sie lachen oder schaudern sollen, meint Christoph von Marschall.
Die Schwarzgeldaffäre um den französischen Politiker Jérôme Cahuzac verschärft die wirtschaftspolitische Krise einer Regierung, um eine moralische Dimension. Der Skandal hat das Potenzial, die Fünfte Republik in ihren Grundfesten zu erschüttern, meint Sascha Lehnartz.
Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen - es ist die Kultur der drei Affen, die Steueroasen weltweit vor dem Austrocknen schützt, kommentiert Eva Bahner.
Vor Gericht sollte, in Neu-Delhi genauso wie anderswo, sogar ein vermeintlich gieriger Pharmakonzern unparteiisch behandelt werden. Deshalb ist das Urteil gegen Novartis problematisch, argumentiert Sebastian Balzter.
Der Zusammenbruch der zyprischen Banken ist hausgemacht. Die Rettungsmethoden für Zypern seien nicht einmalig, denn das Risiko einer Bankenpleite könne nirgendwo ausgeschlossen werden, meint Martin Winter.
Die Serienmorde des NSU-Terror-Trios erzählen auch eine Geschichte der Pannen deutscher Sicherheitsbehörden. Dieser Pannenserie habe das Oberlandesgericht München eine weitere Dimension hinzugefügt, kommentiert Celal Özcan.
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Ermittlungshilfe unter Eid: Neue Erkenntnisse im NSU-Prozess
Sendezeit: 15.06.2013, 13:25
Kandidat unter Vorbehalt: Erdogan, die Proteste und der EU-Beitritt
Sendezeit: 15.06.2013, 13:21
Freund unter Kontrolle: Der NSA-Skandal und die Beziehungen zu den USA
Sendezeit: 15.06.2013, 13:16
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