"Innerrussische Kritik an Putin ist keine Hysterie, und russische Menschenrechtler sind keine Hysteriker", kommentiert Birgit Wentzien. Die Razzien in Russland seien vollkommen unverständlich und alarmierend, weil damit die russische Staatsmacht vor allem gegen die eigene Zivilgesellschaft vorgehe.
In Zypern ist die Stunde Null angebrochen. Das kleine Land muss sich eine neue Wirtschaftsordnung geben. Die Freunde Zyperns in der EU sollten dem Land nun bei dem schmerzlichen Selbstfindungsprozess helfen. Nicht bloß mit Krediten, meint Gunnar Köhne.
Die Angst ist überall: Die zyprischen Bürger haben Angst um ihre Ersparnisse, die Euroretter fürchten sich vor dem Unmut der Finanzmärkte. Das muss aufhören, findet Marc Beise. Die Banken müssen endlich in die Pflicht genommen werden, damit das Vertrauen in den Euro wiederhergestellt werden kann.
Der Besuch von Barack Obama im Nahen Osten hat die Israelis und Palästinenser einander nicht näher gebracht. Trotzdem waren die Gespräche des US-Präsidenten wichtig, meint Martin Klingst. Die Symbolkraft der Reise sei nicht zu unterschätzen.
Völlig zu Recht hätten die Bundesländer bei der Strompreisbremse nicht mitgespielt, meint Theo Geers. Die von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) präsentierten Verzweiflungsvorschläge seien ein untaugliches Sammelsurium von Einzelmaßnahmen gewesen.
Das Bundesverfassungsgericht hat in dieser Woche das Aushandeln von Strafen vor Gericht unter gewissen Auflagen für verfassungsgemäß erklärt. Es gebe bestimmt glanzvollere Entscheidungen in der Geschichte der Karlsruher Rechtsprechung. Aber Prügel habe das Gericht dafür nicht verdient, meint der Publizist Max Steinbeis.
"Mit seiner Reformpolitik wird er als großer Kanzler in die Geschichte eingehen", meint Daniel Sturm über Gerhard Schröder, der vor zehn Jahren die "Agenda 2010" vorstellte. Bis die SPD ihre eigenen Reformen angemessen würdige, müsste sich der Altkanzler jedoch mit Selbstbeweihräucherung zufriedengeben.
Auf den neuen Papst richten sich viele Erwartungen. Mit seiner Namenswahl hat Franziskus wohl bewusst ein Zeichen gesetzt, das mit seinem Ruf äußerster Bescheidenheit übereinstimmt, meint Willi Steul. Ob er dem ungeheuren Anspruch seines Amtes gewachsen ist, wird sich allerdings noch zeigen.
Einen Mittelweg zwischen der ewigen Schuldenmacherei und den unerträglichen Härten des plötzlichen Sparens, fordert Andreas Kolb. Deutschland wird sich aber erst nach der Bundestagswahl dazu bereit erklären.
Die Kommunistische Partei in China muss sich erstmals in ihrer Geschichte auch vor dem Volk rechtfertigen, meint Silke Ballweg. Ob die neue Führung überhaupt den Mut hat, weitreichende Reformen durchzuführen, ist unklar - denn damit würde sie an der Einparteienherrschaft rütteln.
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Kandidat unter Vorbehalt: Erdogan, die Proteste und der EU-Beitritt
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Freund unter Kontrolle: Der NSA-Skandal und die Beziehungen zu den USA
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