Es ist bei der Energiewende schon viel schief gelaufen, und zwar nicht nur beim Strompreis. Der ist nur eine Art Barometer, der die Fehler und ihre Folgen misst, die zumindest teilweise hätten vermieden werden können, auch und gerade in den vergangenen zwei Jahren seit Fukushima, kommentiert Theo Geers.
Stuttgart 21 wird weitergebaut, weil - das behauptet jedenfalls die Bahn - auch ein Abbruch teuer wäre. Vor allem aber wird weitergebaut, weil in sechseinhalb Monaten die Bundestagswahl ansteht. Und weder Merkel noch Ramsauer den Grünen einen Triumph gönnen, meint Barbara Roth.
Hugo Chávez konnte seine sozialistische Mission, nicht zu Ende führen. Er ist zu früh gestorben und letztlich an seinem polternden Extremismus gescheitert. Denn er sah die Welt nur in Schwarz und Weiß, kommentiert Michael Castritius.
Ausgerechnet die Schweiz! Die Eidgenossen sind nicht für sozialistische Umtriebe bekannt, trotzdem haben sie per Volksabstimmung eine Gehaltsschranke für Manager beschlossen. Künftig stimmen die Aktionäre über die Vergütung der Bosse ab. Das ist recht und billig, kommentiert Mark Schieritz von der "Zeit".
Überall, wo zwei Menschen füreinander und für Kinder einstehen, übernehmen sie Verantwortung. Kein heterosexuelles Ehepaar wird durch die Gleichbehandlung der Homo-Ehe schlechtergestellt. Es gibt keine richtigen und es gibt keine falschen Familien, findet die Chefredakteurin des Deutschlandfunks, Birgit Wentzien.
Der Bundestag hat beschlossen, Soldaten nach Mali zu entsenden, um die Franzosen im Antiterrorkrieg zu unterstützen. Doch am Ende sind es die Afrikaner selbst, die den Willen aufbringen müssen, für Stabilität in der Region zu sorgen, kommentiert Thilo Thielke vom "Spiegel".
Die Welt wird sich noch wundern, wie selbstverständlich dieser Ex-Papst genau das tut, was er angekündigt hat: aus den Augen der Öffentlichkeit verschwinden, lesen und schreiben, beten, spazieren gehen, auf den Tod warten, kommentiert Jan Ross von der "Zeit".
Aus der Ferne mag es schwer sein, für das Wahlverhalten der Italiener Verständnis zu haben. Wie kann man noch einmal auf Berlusconi hereinfallen oder einen Komiker wählen? Aber wer trotz Studium mit 40 noch nie einen festen Arbeitsplatz hatte, dem platzt der Kragen, meint Jörg Bremer von der FAZ.
Im Zuge des diskutierten Verbotsverfahrens der NPD veröffentlichte diese auf ihrer Website eine Kurzfassung des Materials, das die Verfassungsfeindlichkeit der Partei beweisen soll. Statt jetzt nach möglichen Geheimnisverrätern zu suchen, sollte man endlich das Verbotsverfahren in Gang bringen, meint Daniela Vates.
Der Gesetzgeber sollte aufgrund des gestärkten Adoptionsrechts für homosexuelle Paare seine Grundordnung ändern. Er sollte aber auch überlegen, was die Einebnung von Ehe und Elternschaft langfristig für das Bild von Mensch und Familie und für den Fortbestand des Gemeinwesens bedeutet, meint Reinhard Müller.
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Ermittlungshilfe unter Eid: Neue Erkenntnisse im NSU-Prozess
Sendezeit: 15.06.2013, 13:25
Kandidat unter Vorbehalt: Erdogan, die Proteste und der EU-Beitritt
Sendezeit: 15.06.2013, 13:21
Freund unter Kontrolle: Der NSA-Skandal und die Beziehungen zu den USA
Sendezeit: 15.06.2013, 13:16
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