In seiner Europa-Rede hielt Joachim Gauck der Kanzlerin keine Gardinenpredigt. Stattdessen wahrte er das Abstandsgebot zur praktischen Regierungspolitik. Er ermahnte lediglich die Politiker, mehr mit den Bürgern zu kommunizieren, meint Norbert Seitz.
Manche deutsche Stadt wird durch den Ansturm von Sinti und Roma aus Osteuropa finanziell wie logistisch überrollt. Dass der deutsche Innenminister auf diese Versäumnisse hinweise, sei richtig. Aber das reiche nicht, meint Jochen Bittner.
Auch für China steht mittlerweile zu viel auf dem Spiel: Wenn Nordkorea eines Tages tatsächlich einsatztaugliche Atomwaffen besitzen sollte, kann nämlich von Stabilität vor der eigenen Haustür keine Rede mehr sein, kommentiert Markus Rimmele.
Der steigende Strompreis belastet die Privathaushalte. Im Wahljahr wollen die Parteien leider nicht mehr grundsätzlich über die inneren Widersprüche sprechen, kommentiert Ulrike Winkelmann von der "taz".
Ein Mensch ordnet sich der Größe seiner Aufgabe unter. Die Amtszeit von Papst Benedikt XVI. endet historisch. Auch päpstliche Macht ist nur eine auf Zeit. Hinter dieses Amtsverständnis kommt Rom nicht mehr zurück. Dem jetzigen Amtsinhaber sei zu danken, meint Birgit Wentzien.
Mehr als 30 Millionen Amerikaner haben die "Ansprache zur Lage der Nation" von Präsident Barack Obama verfolgt, in der er über die Verschärfung der Waffengesetze, Mindestlöhne und Klimaschutz gesprochen hat. Aber nicht nur bei diesen Themen zeigt sich Obama ambitioniert, kommentieret Christoph von Marschall.
Ein paar Stunden, vielleicht ein paar Tage noch, dann wird Annette Schavan vom Amt der Ministerin für Bildung und Forschung zurücktreten. Den richtig guten Zeitpunkt dafür hat sie verpasst. Der wäre spätestens am Dienstag gewesen, nachdem die Universität Düsseldorf ihr den Doktortitel aberkannte, meint Andrea Lueg.
In Tunesien hat vor zwei Jahren der Arabische Frühling begonnen. Nach dem Mord an einem Führer der linken Opposition und der Unzufriedenheit mit Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Misere ist die Befürchtung berechtigt, dass die Pflanze der Hoffnung auch hier verwelkt, meint Rudolf Chimelli.
Man darf nicht erwarten, dass in Karlsruhe eine neue kluge, verständliche, gerechte Formel für den Finanzausgleich gefunden wird. Das ist nicht Aufgabe des Gerichts, das ist eine politische Aufgabe - und die wird mit der bayerisch-hessischen Klage eher erschwert, meint Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung.
Es ist wert, einen Sektkorken knallen zu lassen, dass sie sich geeinigt haben - alle 27 plus Bald-EU-Mitglied Kroatien. Darauf, dass sie sich geeinigt haben, aber nicht unbedingt in allen Teilen auf das, worauf sie sich geeinigt haben, kommentiert Annette Riedel vom Deutschlandfunk.
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