Windows 8 ist nur eine von vielen Möglichkeiten, von XP umzustellen. (Bild: picture alliance / dpa / Rainer Jensen)
Wer noch das Betriebssystem Windows XP benutzt, sollte möglichst bald zu einem anderen wechseln. Hersteller Microsoft bietet für das 13 Jahre alte System ab nächstem Jahr keine Sicherheitsupdates mehr an. Viele PCs sind jetzt schon virenverseucht.
Wer beim Starten seines PCs diesen Sound hört, sollte sich Sorgen machen. Denn dann ist das Betriebssystem bereits heute löcherig wie ein alter Schuh. Sicherheitsexperten warnen: Computer mit Windows XP sind häufiger virenverseucht als Computer mit aktuelleren Betriebssystemen. Zwar liefert Hersteller Microsoft für XP noch Monat für Monat Flickzeug. Doch damit soll im nächsten April nach 13 Jahren Schluss sein. Tim Griese vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät dringend zum Handeln:
"Umsteigen sollte man auf jeden Fall, weil: Es wird ein unsicheres Betriebssystem sein. Es ist risikoreicher, sich im Internet zu bewegen. Daher empfehlen wir auch als BSI ein neues Betriebssystem. Da gibt es verschiedene. Man kann natürlich ein neues Windows-System, was zu diesem Zeitpunkt aktuell ist, nutzen."
Programmierer entwickeln Windows 9 als Nachfolger des aktuellen Microsoft-Betriebssystems, munkeln Branchenkenner und erwarten die ersten damit ausgestatteten Computer im Weihnachtsgeschäft. Bis dahin kann warten, wer sich einen neuen, schnelleren Computer kaufen möchte. Deutlich billiger ist jedoch, seinen alten PC für das Internet fit zu halten, also lediglich ein neues System zu installieren. Als aktuelles System kommt dafür neben dem Betriebssystem Linux Windows 8 durchaus infrage. Entwickelt ist Windows 8 jedoch vor allem für Bildschirme, die per Fingerdruck bedient werden, gibt Markus Mandau von Chip Online zu bedenken.
"Das ist vielleicht nicht so schön, wenn man noch ein etwas älteres Notebook oder einen PC hat, der mit Maus und Tastatur bedient wird. Das heißt: Wenn ich mir einen Windows-8-Rechner kaufe, dann muss ich erst mal wieder lernen, Windows zu bedienen. Und das macht vielleicht nicht jedem Spaß."
Wer die Vorgängerversion Windows 7 nimmt, macht es sich leichter.
"Eine der positiven Eigenschaften von Windows 7 ist, dass im Gegensatz zu Vista die Hardware-Anforderungen geringer sind. Die Rechner-Stärke bei Windows 7 entspricht ungefähr der von XP."
Schließlich hat Microsoft darauf geachtet, dass Windows 7 bei höherer Sicherheit mit XP weitgehend kompatibel ist.
"Es gibt einzelne Ausnahmen, besonders im Peripheriebereich: bei älteren Druckern oder älteren Scannern, bei denen der Hersteller keinen Treiber für Windows 7 hat. Und diese Geräte werden wahrscheinlich unter Windows 7 nicht mehr funktionieren. Das betrifft aber wirklich nicht mehr viele."
Soweit man die bisherigen Geräte weiter nutzen kann, kostet das neue Betriebssystem zwischen 80 und 40 Euro. Bei den preiswertesten Angeboten handelt es sich um OEM-Versionen, also um Händler-Versionen, die üblicherweise beim Verkauf eines Computers mitgeliefert werden. Dabei hängt der Installationserfolg vom Computertyp ab. Daher sollte man sich vor dem Kauf einer solchen Version beim Anbieter genauer erkundigen. Bei Installationsproblemen etwa beliebter Mediaplayer finden Fans schnell Hilfe über jede Suchmaschine. Wenn alles glatt läuft, ist das neue System bereits in einer Stunde installiert. Mit allen Extras dauert es jedoch einen ganzen Abend, bis man XP endgültig herunterfahren kann.
Mehr zur Sendung:
Links bei dradio.de:
Beiträge zum Nachhören
für diesen Beitrag
Verbrauchertipp: Umsteigen für Nutzer von Windows XP
Sendezeit: 27.05.2013 11:55
dradio-Recorder
im Beta-Test: