Smartphones sind angesagt und gehören zur Grundausstattung bei Jugendlichen. Aber nur mit dem richtigen Tarif können alle Möglichkeiten genutzt werden. Wichtig ist aber, dass die Kosten begrenzt werden.
Viele Jugendliche sehen in dem mobilen Begleiter viel mehr als ein Telefon. Sie schicken sich Nachrichten, Bilder und Filme, tauschen sich über das Internet aus, suchen dort Informationen und Musik. Der ständige Begleiter wird regelmäßig genutzt und das verursacht Kosten. Umso wichtiger ist es, sie zu begrenzen, meint Thomas Bradler von der Verbraucherzentrale NRW.
"Man muss erst mal unterscheiden zwischen einem Prepaidtarif - wo ich erst ein Guthaben einzahlen muss und das dann abtelefonieren kann. Dann gibt es die Postpaidtarife - die klassischen Tarife - wo ich im Nachhinein die Rechnung bezahlt."
Für Kinder und Jugendliche eignen sich zum Einstieg in die mobile Kommunikation bei normaler Nutzung Prepaidtarife. Die verhindern, dass mehr Kosten entstehen, als vorher Geld eingezahlt wurde. Urs Mansmann ist Redakteur bei der Zeitschrift ct:
"Die Kostenkontrolle ist wichtig für die Jugendlichen, die gerade erst lernen, mit dem Medium umzugehen und noch kein Gespür für die anfallenden Kosten haben. Die am Ende des Monats auch nicht wissen, wie lange sie telefoniert und gesurft haben, wie viel sie da verbraucht haben. Hier können die Jugendlichen ständig über die Tastatur ihr Guthaben abfragen und feststellen, wie viel noch vorhanden ist."
Bei Heranwachsenden, die viele SMS schreiben, soziale Netzwerke nutzen und sich im Internet bewegen, ist das schon schwieriger. Schon nach kurzer Zeit reicht der alte Prepaidtarif nicht mehr und es müssen ständig neue Einheiten gekauft werden. Dann stellt sich die Frage nach den Alternativen, denn zu viel Geld soll der Nachwuchs auch nicht ausgeben. Besonders beliebt sind bei ihnen Nachrichtendienste wie WhatsUp. Hier kann man Freunden und der Familie ohne Verzögerung Nachrichten schreiben. Urs Mansmann rät zu Kombitarifen.
"Die kann man bei Bedarf separat dazu buchen - eine Internetflatrate, oft auch eine Telefonieflatrate ins Festnetz. Auch in das mobile Netz, oder als SMS-Flatrate - sofern man die noch braucht. Das meiste wird ja über das Internet abgewickelt. So kann man bei Bedarf diese Optionen zu- und abbestellen. Da laufen aber auch Kosten auf. Eine Internetflatrate kostet zwischen fünf und 15 Euro im Monat. Da kommt einiges zusammen und ist recht teuer."
Der Vertrag mit einem Mobilfunkanbieter entspricht einem Kreditvertrag - Vertragspartner sind bis zur Volljährigkeit die Eltern. Wenn Jugendliche ohne Begrenzung telefonieren, teure Gespräche zu Mehrwertdiensten führen, dann können die Rechnungen schon mal vierstellig ausfallen. Thomas Bradler:
"Da gibt es häufiger Probleme. Man muss also vorher Sicherheitsmaßnahmen abschließen. Also Rufnummerngassen sperrt und eine sogenannte Drittanbietersperre einrichten, damit zum Beispiel keine Klingeltonabos ungewollt bestellt werden."
Vor der Wahl des Tarifs sollten sich Eltern und Nachwuchs gemeinsam die Frage stellen: Wie wird das Handy oder Smartphone genutzt? Telefoniere ich nur, schreibe ich auch SMS oder nutze ich das Internet. Danach sollte man den Tarif wählen. Stefanie Radunovic hat zwei Töchter und beide nutzen ein Smartphone:
"Ich finde das selbstverständlich, dass das über das Taschengeld geht. Die telefonieren viel mehr, als sie müssten, und schreiben sich mehr SMS, als sie müssten. Das ist Spaß und Fun - deshalb müssen sie das über das Taschengeld zahlen."
Kinder und Jugendliche müssen lernen, dass Konten auch beim Handy nicht unbegrenzt gefüllt sind. Wenn der Nachwuchs die laufenden Kosten übernimmt, kann das Taschengeld entsprechend erhöht werden.
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Verbrauchertipp: Smartphones - Der richtige Tarif für den Nachwuchs
Sendezeit: 30.05.2013 11:55
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