Bei Apple-Rechnern erweist sich die Installation von UMTS-Sticks hin und wieder als kompliziert.
(Bild: Stock.XCHNG / Igor Kasalovic)
Schnell den UMTS-Stick in den Laptop gesteckt und schon kann von unterwegs durchs Internet gebrowst werden - auch ohne Smartphone. Allerdings unterscheiden sich die Angebote dieser mobilen Surfsticks stark. Fachleute raten, vor allem von vermeintlichen Schnäppchen die Finger zu lassen.
Auf den ersten Blick sieht ein UMTS-Modem aus wie ein ganz normaler USB-Speicherstick - und wird auch genauso an den Computer angeschlossen. Die nötigen Treiber sind bereits auf dem UMTS-Stick gespeichert, erklärt Rudolf Opitz vom Computermagazin c't.
"Man braucht nur diesen Stick anzustecken, daraufhin installiert sich die nötige Software automatisch. Das heißt, man braucht als Nutzer fast gar nichts mehr zu tun."
So einfach geht die Sache aber meist nur unter Windows. Bei Apple-Rechnern oder Laptops mit dem freien Betriebssystem Linux installiert sich die Software dagegen oft nicht von selbst.
"Da kann es durchaus passieren, dass das zu größeren Problemen führt. Wir haben da einige getestet. Da muss man sich erst passende Software aus dem Internet laden und vorab installieren."
UMTS-Sticks sind hauptsächlich für Laptops gedacht, um auch von unterwegs über das Mobilfunk-Netz im Internet zu surfen. Allerdings ist es dem Stick herzlich egal, ob er tatsächlich an einem Laptop angeschlossen wird - oder an einem Heim-PC.
"Daher kann man so einen UMTS-Stick durchaus als Sicherung im Schrank liegen lassen. Und wenn mal das DSL ausfällt, kann man das immer ruck zuck anstecken und dann über UMTS weitersurfen."
Die Surfsticks werden in der Regel im Paket mit passender Prepaid-SIM-Karte verkauft - und kosten je nach Angebot meist zwischen 25 und 40 Euro. Teilweise gibt es auch Sonderangebote für 10 bis 15 Euro. Aber von solchen vermeintlichen Schnäppchen sollten Verbraucher eher die Finger lassen: Denn die Sticks funktionieren in der Regel nur mit der beiliegenden SIM-Karte und bei besonders günstigen Paketen fallen die Kosten für den anschließenden Datenverbrauch meist vergleichsweise hoch aus.
Die am Anfang gesparten Euros werden dann schnell aufgefressen, weil zum Surfen ständig neues Guthaben auf die SIM-Karte geladen werden muss. Besonders günstige Angebote gibt es von den sogenannten Prepaid-Discountern, also Anbietern wie beispielsweise Aldi-Talk, Penny Mobil, CallMobile oder Fonic. Sie bieten für das gelegentliche Surfen sogenannte Tagesflatrates an, erklärt Marc Kessler vom Onlinemagazin Teltarif.de.
"Diese Tagesflat kostet sie irgendetwas zwischen 1,99 und 3 Euro am Tag. Dann können sie das Internet entweder einen Kalendertag lang nutzen oder ab der Buchung 24 Stunden. Das unterscheidet sich ein bisschen bei den Anbietern. Und sie bezahlen nur diesen Pauschalbetrag und sind einen Tag versorgt."
Wer häufiger online ist oder beispielsweise auf einer Dienstreise mehrere Tage am Stück online sein möchte, fährt dagegen unter Umständen mit einer Monatsflatrate günstiger. Bei den meisten Prepaid-Discountern kosten diese rund 15 Euro im Monat - verlängern sich aber meist automatisch, sofern auf dem Prepaid-Konto ein ausreichendes Guthaben ist. Hier sollte man also rechtzeitig dran denken, die Option auch wieder zu kündigen. Inzwischen gibt es auch die ersten Surfsticks, die den neuen Mobilfunkstandard LTE unterstützen. Das Internet ist damit unterwegs fast genauso schnell wie über den DSL-Anschluss zu Hause. Allerdings sind diese Surfstick auch erheblich teurer, erklärt Mobilfunkexperte Kessler.
"Zudem müssen Sie, um LTE nutzen zu können, meistens noch einen Vertrag abschließen. Da sind die Grundgebühren natürlich auch entsprechend hoch. Für das gelegentliche Surfen ist das eigentlich keine Alternative."
Außerdem ist das LTE-Netz längst noch nicht flächendeckend ausgebaut. Gerade in ländlichen Gebieten buchen sich auch LTE-Surfsticks deshalb meist ebenfalls nur in das langsamere UMTS-Netz ein, das von den eingebauten Funkchips ebenfalls unterstützt wird.