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12.09.2007
Eine herkömmliche Glühbirne (links), eine Energiesparleuchte (rechts). (Bild: AP) Eine herkömmliche Glühbirne (links), eine Energiesparleuchte (rechts). (Bild: AP)

Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll

Quecksilber muss fachgerecht entsorgt werden

Von Michael Engel

Energiesparlampen sind Sondermüll. Nur leider landen noch immer 90 Prozent der Lampen aus Privathaushalten umweltschädlich im Hausmüll, beklagt Lightcycle, ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Lampenhersteller, das Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren fachgerecht entsorgt.

Rund 40 Tonnen ausgedienter Energiesparlampen, aber auch Leuchtstoffröhren sammelt Ingrid Nyhuis im Jahr. Die Sachgebietsleiterin für Sonderabfälle bei der AHA Abfallwirtschaft der Region Hannover achtet besonders darauf, dass die Lampen beim Umschütten in den Container nicht zerbrechen:

"Das ist ganz wichtig, weil: Wenn die Lampen kaputt gehen, tritt auch das Quecksilber, das in den Lampen enthalten ist, aus. Und gerade das möchten wir ja vermeiden, das heißt, dass das erst bei der wirklichen Verwertung aus den Lampen herausgeholt wird. Gerade bei den Leuchtstoffröhren, den stabförmigen, haben sie das, wenn sie kaputt gehen. Dann tritt so ein richtiger Dampf aus. Also das kann man auch sehen. Deshalb ist es wirklich wichtig, darauf zu achten, dass die Lampen wirklich auch heile bei uns ankommen und auch vorsichtig hier in die Behältnisse reingelegt werden."

27,5 Millionen ausgebrannte Leuchtstofflampen wurden im vergangenen Jahr bundesweit eingesammelt. 300 Kilogramm giftiges Quecksilber, das in den Lampen enthalten ist, ging dadurch in Produktionskreislauf zurück. Wer alte Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren zu einer Sammelstelle bringt, tut also viel für die Umwelt:

"Also wenn man so eine Lampe recycelt, dann holt man zum einen das Quecksilber heraus, was man auch wieder verwenden kann. Es gibt auch sogenannte seltene Erden, das sind Elemente, die gar nicht so selten sind, wie der Name sagt, aber die sind chemisch sehr schwer zu trennen. Und deshalb ist es für die Industrie von Vorteil, wenn man die da wieder rausholen kann. Das Glas dieser Lampen wird weiterverwendet. Und den Metallanteil kann man auch weiter verwenden. Also man hat ein großes Verwertungspotenzial."

Normale Glühlampen, selbst Halogenlampen, sind kein Sondermüll, weil giftige Komponenten fehlen. Zu Sondermüll werden lediglich ausgebrannte Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen. Kommunen sind mittlerweile verpflichtet, den Sondermüll ihrer Bürger anzunehmen: Neben Lacken, Farben und zum Beispiel Batterien gehören mit den Energiesparlampen alle Arten von Gasentladungslampen dazu. Rund 1000 kommunale Sammelstellen gibt es heute in Deutschland. Hinzu kommen viele Lampengeschäfte, aber auch Baumärkte, die entsprechende Behälter an der Kasse oder direkt in der Lampenabteilung aufgestellt haben:

"Ich denke, dass der Verbraucher inzwischen schon realisiert hat, dass es günstiger ist, eine Energiesparlampe zu nutzen im Vergleich zur Glühlampe, um entsprechend Energie zu sparen. Aber der Weg eben, dass dann diese Energiesparlampe nicht mehr mit einer Glühlampe, die in den Hausmüll durfte, gleichzusetzen ist, da ist sicherlich noch ein Informationsdefizit, wo zum Beispiel die Kommunen, aber auch natürlich die Lampenhersteller in der Pflicht sind, dort auch noch weitere Arbeit zu leisten."

Wer nicht weiß, wo die nächste Sammelstelle für Energiesparlampen liegt, kann im Rathaus nachfragen und auch im Internet fündig werden. So nennt die Firma Lightcycle nach Eingabe der Postleitzahl die nächste Sammelstelle - und zwar unter www.lightcycle.de. Kostenlos ist das Ganze nur bei Selbstanlieferung. Achtung: Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen kommen in getrennte Behälter.


 

 
 

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