Blei in der Farbe, Weichmacher im Kunststoff, Duftstoffe, die Allergien auslösen: Wenn von Kinderspielzeug die Rede ist, kann einem dieser Tage Angst und Bange werden. Prüfsiegel sollen Eltern ihr Bedenken nehmen.
Damit die Freude ungetrübt bleibt, ist unbedingt auf Qualität zu achten. Lieber gar kein Spielzeug schenken als Billigprodukte, deren Herkunft vielleicht sogar ungewiss ist, sagt Sylvia C. Maurer vom Bundesverband der Verbraucherzentralen in Berlin:
"Verbraucher sollten sich vor dem Spielzeugkauf auf jeden Fall gut informieren, beispielsweise über Testzeitschriften, welche Spielzeuge zu empfehlen sind. Sie sollten nicht in sogenannten Billigläden, 99-Cent-Shops, Spielzeug einkaufen, weil sich da herausgestellt hat, dass die Gewerbeaufsicht besonders häufig gefährliches Spielzeug findet."
Zur Orientierung gibt es Prüfzeichen und Qualitätssiegel. Die so genannte CE-Kennzeichnung ist auf fast jedem Produkt zu finden, gilt jedoch als nicht sehr aussagekräftig:
"Die Verbraucher sollten nicht auf die CE-Kennzeichnung achten, denn sie sagt ihnen nichts über Sicherheit oder Qualität des Produkts aus. Es gibt Produkte, die haben das GS-Zeichen, das steht für Geprüfte Sicherheit und da können die Verbraucher sicher sein, dass eine unabhängige Prüfstelle vorher die Sicherheit überprüft hat."
Eine grobe Überprüfung der Ware kann jeder selbst vornehmen:
"Verbraucher sollten darauf achten, dass Spielzeug keine scharfen Ecken und Kanten hat. Man sollte aber auch darauf achten, dass sich Kleinteile nicht ablösen können wie zum Beispiel Rädchen an Spielzeugeisenbahnen. Man sollte schauen, wenn man Plüschtiere hat, dass keine langen Haare ausgehen oder beispielsweise die Knopfaugen. Gerade bei Kindern unter drei Jahren muss man aufpassen, weil die alles in den Mund nehmen."
Auch die Vorsichtsmaßnahme, Kuschelspielzeug vor dem ersten Gebrauch zu waschen, ist wichtig, sagt Wolfgang Kreinberg vom TÜV-Süd:
"Wenn also Produkte verschifft werden, dann sind die in Containern, und oft genug werden Container auch mit entsprechenden Mitteln gegen Ungeziefer dann eben gesprüht, und das kann dann natürlich auch in die verpackte Ware möglicherweise hineinmigrieren."
Sollte das Spielzeug sehr unangenehm riechen, kann das ein Hinweis auf verbotene Farbstoffe oder sogenannte Weichmacher sein. Auch beduftetes Spielzeug ist ungeeignet, da es Allergien auslösen kann. Bei Spielzeug ohne Herstellerangaben ist ebenfalls Skepsis angebracht:
"Es ist sehr wichtig, dass die Verbraucher immer auch einen Ansprechpartner haben, wenn das Produkt nicht hält, was es verspricht. Also da sollte dann auch die komplette Herstellerangabe auf dem Produkt angegeben sein und nicht nur eine Internetadresse."
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