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10.03.2008
Eine Frisörin schneidet in einem Salon im thüringischen Suhl die Haare einer Kundin. (Bild: AP) Eine Frisörin schneidet in einem Salon im thüringischen Suhl die Haare einer Kundin. (Bild: AP)

Guter Schaumfestiger muss nicht teuer sein

Mehrzahl der Produkte erfüllt Kundenansprüche

Von Dieter Nürnberger

Mehr Volumen, mehr Halt - das soll ein Schaumfestiger dem Haar geben. Und bei den meisten Produkten wird auch gehalten, was die Werbung verspricht. Das ist zumindest das Ergebnis einer Untersuchung der Stiftung Warentest.

Wer recht feines Haar hat, der weiß die Wirkungen eines Schaumfestigers besonders zu schätzen. Denn in solchen Fällen hält keine Frisur lange, und meist hat das feine Haar kaum Fülle. Und im Gegensatz etwa zu Haargel wirken die Haare auch nach der Anwendung eines Schaumfestigers nicht hart, sondern eher natürlich, leicht und formbar.

Die Festiger eignen sich für jedes Haar, negative Auswirkungen durch die Schaumbehandlung konnte die Stiftung Warentest nicht feststellen, sagt Marina Pauly. Die Produkte seien gut verträglich.

"Die Probantinnen haben keine Nebenwirkungen verspürt. Sie waren mit der Anwendung zufrieden. Und vor allen Dingen haben die Schaumfestiger die Haare auch nicht verklebt oder beschwert. Die Haare ließen sich auch ganz gut durchkämen."

Schaumfestiger enthalten im wesentlichen Kunstharze, Tenside und Lösemittel, zudem auch Duft- und Konservierungsstoffe. Pflegende Substanzen können hingegen nur begrenzt verwendet werden, weil dies sonst die Volumenbildung der Haare beeinträchtigen würde. Der Schaum enthält aber auch Treibgase, allerdings sind die Zeiten des ozonschädlichen FCKW auch in diesen Produkten längst vorbei.

"Die Schäume enthielten Treibgase wie Propan, Butan oder Isobutan. Diese Gase haben aber nicht die klimaschädlichen Folgen für die Ozonschicht wie beispielsweise FCKW. Sie sind dafür aber in der Anwendung mit Vorsicht zu genießen, weil sie leicht entzündlich sind. Für den feinporigen Schaum sind diese Treibgase aber nach wie vor erforderlich."

Insgesamt hat die Stiftung Warentest 16 Volumen-Schaumfestiger untersucht. Und rund zwei Drittel dieser Produkte schnitten mit der Qualitätsbewertung gut oder in einem Fall auch sehr gut ab. Die Hauptunterschiede gab es beim Styling der Haare.

"Insbesondere bei dem von uns nur mit ausreichend bewerteten Produkt sackte das Haar schon nach kurzer Zeit wieder zusammen, so als hätte man überhaupt gar keinen Schaumfestiger benutzt. Und dann kann man es wirklich gleich sein lassen. Die guten Schaumfestiger haben da etliche Stunden durchgehalten: Sie haben die Haare gefestigt, das Volumen war noch gut zu spüren, und die Frisur saß auch noch. Also, das ist ein großer Unterschied zwischen den besseren und den schlechteren Produkten."

Der am schlechtesten bewertete Schaumfestiger in dieser Untersuchung war übrigens ein vergleichsweise teures Markenprodukt - der Style Volumenschaum extra Volumen des Herstellers Dove für immerhin 1,91 Euro pro 100 Milliliter. Generell liegt die Preisspanne der Testprodukte hier zwischen 36 Cent und 2,33 Euro. Fazit der Stiftung Warentest: Für einen guten Schaumfestiger muss der Kunde nicht viel ausgeben.

"Eindeutiger Testsieger ist das einzige sehr gut bewertete Produkt: Wellaflex 2-Tages-Volumen Mousse extra starker Halt. 100 Milliliter kosten hier 0,95 Euro. Für weniger als die Hälfte des Geldes bekommt man aber auch gute Produkte - etwa die Schaumfestiger von Aldi oder auch Schlecker. Die kosten nur 0,36 beziehungsweise 0,40 Euro auf 100 Milliliter."

Leider gibt keine einheitliche Deklaration bei den Volumen-Schaumfestigern. Was bei einem Hersteller "extra stark" heißt, kann bei einem anderen auch "ultra stark" überschrieben sein oder wird auch nur mit einer Zahl gekennzeichnet, beispielsweise die "4" für besonders starken Halt.


 

 
 

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