Das menschliche Denkorgan leistet Bemerkenswertes. Dabei ist das 1,5 Kilogramm schwere Gehirn eines Erwachsenen alles andere als eine effiziente Rechenmaschine. Aktuelle Einsichten der Forschung deuten darauf hin, dass unser Hirn eine Behelfslösung ist: Ein Konglomerat evolutionärer Überbleibsel, das komplexe Aufgaben oft richtig löst, aber keineswegs immer effizient.
Wie nehmen wir unsere Umgebung wahr? Wozu träumen wir? Warum sehnen wir uns nach langfristigen Liebesbeziehungen? Und wodurch entsteht das Gefühl von menschlicher Individualität und die Sehnsucht nach Gott? Mit trickreichen Experimenten und ausgefeilter Methodik haben Hirnforscher in den vergangenen Jahren faszinierende Einblicke in die Funktionsweise unserer grauen Zellen gewonnen.
In neuen Sachbüchern versuchen führende Wissenschaftler die überraschenden Erkenntnisse anschaulich zu erklären und einem breiten Publikum verständlich zu machen. Mit welchem Erfolg? Das Sachbuch-Trio des Deutschlandfunks verrät die Antwort in der Sendung Auslese, am Sonntag, 25. April 2010, 16:30 Uhr.
David J. Linden: Das Gehirn. Ein Unfall der Natur und warum es dennoch funktioniert
Jonah Lehrer: Prousts Madeleine. Hirnforschung für Kreative
Chris Frith: Wie unser Gehirn die Welt erschafft
Folgende Bücher fand das Sachbuchtrio auch noch interessant:
Metin Tolan: So werden wir Weltmeister. Die Physik des Fußballspiels
Andras Gedeon: Fortschritte der Medizin durch Wissenschaft und Technik. 99 wegweisende Veröffentlichungen aus fünf Jahrhunderten
Ben Goldacre: Die Wissenschaftslüge. Die pseudowissenschaftlichen Versprechungen von Medizin, Homöopathie, Pharma- und Kosmetikindustrie
Natalie Angier: Naturwissenschaft. Was man wissen muss, um die Welt zu verstehen
James Kasting: How to find a habitable planet
Markus Bennemann: Die Evolution im Liebesrausch. Das bizarre Paarungsverhalten der Tiere
Beiträge zum Nachhören
Wissenschaft im Brennpunkt
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