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WIRTSCHAFTSPRESSESCHAU

Donnerstag, 23. Mai 2013 13:55 Uhr

Heute unter anderem mit Kommentaren zum EU-Gipfel in Brüssel. DER TAGESSPIEGEL aus Berlin schreibt dazu:

"Die Staats- und Regierungschefs haben gezeigt, dass sie den Steuerbetrug nicht mehr hinnehmen wollen. Die zahlreichen Steuerschlupflöcher in Europa sollen geschlossen werden - das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht lautet, dass dies viel länger dauert als gedacht. Zwar hat man auch in Österreich und Luxemburg, den letzten Bastionen des Bankgeheimnisses in der EU, erkannt, dass sich der Trend zum automatischen Informationsaustausch nicht aufhalten lässt. Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker hat aber erklärt, erst dann weitere Zugeständnisse bei der Lockerung des Bankgeheimnisses zu machen, wenn auch Europas Drittstaaten diesen Schritt gegangen sind. Das kann dauern",
prohezeit DER TAGESSPIEGEL.

Der KÖLNER STADT-ANZEIGER befasst sich mit einem anderem Aspekt des Gipfel-Treffens:
"Angesichts der Steuerpraktiken von Apple, Ikea & Co. kommt die Debatte über eine Harmonisierung von Unternehmensabgaben in Gang. Europa wächst also zusammen, zumindest bei den Finanzbehörden. Wenn es die Mitgliedstaaten aber mit Europa ernst meinen, dann sind die Kontodaten nur ein Anfang. Als nächstes Gemeinschaftsprojekt sollte eine europäische Arbeitslosenversicherung folgen. Dann wächst zusammen, was zusammengehört. Und erst dann war das Lüften des Bankgeheimnisses eine historische Tat."

Ein weiteres Thema in den Zeitungen sind die Pläne zur Zerschlagung von Sony. Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG konstatiert:
"Der US-Großaktionär Daniel Loeb bricht beim einstigen japanischen Vorzeigekonzern ein Tabu. Er will die Film- und Musiksparte vom Restgeschäft abkoppeln und an die Börse bringen. Es spricht für die schlechten Perspektiven der Elektroniksparte, dass die Sony-Geschäftsführung Loebs Vorschlag ernsthaft prüfen will. Zugleich handelt das Management weitsichtig. Statt an überholten Geschäftsmodellen festzuhalten, muss sich Sony der Zukunft stärker öffnen. Nur so wird der Konzern dauerhaft überleben."

Zum Abschluss noch eine Stimme zur anhaltende Krise des Karstadt-Konzerns. In der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG ist zu lesen:
"Völlig unklar ist in dieser Situation die Haltung des Investors Nicolas Berggruen: Warum gibt er dem Management nicht den finanziellen Rückhalt, den es zum Umbau braucht? Bis zu 200 Millionen Dollar könne man investieren, heißt es eher grundsätzlich auf der Internetseite von Berggruen Holdings. Also bitte, nur zu. Oder ist es am Ende doch lukrativer, das Unternehmen vor die Wand fahren zu lassen und in Einzelteilen zu verwerten?",
fragt die FAZ.

 
 
 

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