Sie trat nie der SED bei und pflegte schon in der Jugend ihre Rolle als Außenseiterin im sozialistischen Regime. Im wiedervereinten Deutschland lernte sie schnell vom neuen System, wie Dagmar Schipanski erzählt. Bei der Krise in Griechenland denkt sie oftmals an das Ende der DDR.
Es war eine Halbstundenentscheidung, in die Politik zu gehen, erzählt Christine Bergmann. Die Sozialdemokratin berichtet über die hautnah erlebte Bombennacht in Dresden und beklagt, bis heute gehe es nicht in die Köpfe rein, dass es besser sei, Frauen in Führungspositionen zu haben.
Der Ruf eines blitzgescheiten Intellektuellen mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein begleitet ihn seit Jahrzehnten. Die Rede ist von Wolfgang Schüssel, zwischen 2000 bis 2007 österreichischer Bundeskanzler. Die Regierung bildete er damals mit der Freiheitlichen Partei Österreichs unter der Führung von Jörg Haider.
Frauen in der CDU ernst zu nehmen, sei einer ihrer vielen Tabubrüche als Politikerin gewesen, sagt Rita Süssmuth. Die frühere Familienministerin redet im Zeitzeugengespräch über die Chance des Scheiterns sowie ihre Konfliktlinien mit Altkanzler Helmut Kohl und Angela Merkels Politik für Frauen.
Der ehemalige DGB-Chef Ernst Breit sagt, dass der Bauskandal um die Neue Heimat seine Gewerkschaft damals beeinträchtigt habe. Im Zeitzeugengespräch redet er außerdem über seinen Weg an die Gewerkschaftsspitze, Ost-West-Kontakte im Kalten Krieg und darüber, warum er heute für einen Mindestlohn plädiere.
Ole von Beust verkörpert den Typus des modernen, urbanen CDU-Politikers. Respekt gegenüber Migranten betrachtet er als Teil des christlichen Weltbildes. Über seine Partei sagt er, die CDU besitze noch nicht die Kraft für einen homosexuellen Politiker als Kanzler oder Präsidenten.
Beiträge zum Nachhören
Zeitzeugen im Gespräch
Zeitzeugen: Dagmar Schipanski
Sendezeit: 30.05.2013, 19:15
Zeitzeugen: Christine Bergmann
Sendezeit: 25.04.2013, 19:15
Zeitzeugen: Wolfgang Schüssel (Sendefassung)
Sendezeit: 28.03.2013, 19:15
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