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Im Gespräch Montag - Samstag • 9:05 |
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14.5.2004
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Im Gespräch mit Willy Sommerfeld
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Stummfilmpianist
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Er ist der wohl älteste Stummfilmpianist der Welt: Willy Sommerfeld. Der letzte große Meister seines Fachs und Zeitzeuge der Anfänge des Kinos wurde am vergangenen Dienstag 100 Jahre alt.
Als Willy Sommerfeld am 11. Mai 1904 in Danzig geboren wurde, steckte der Film noch in den Kinderschuhen. 17 Jahre später verfiel Sommerfeld der Stummfilmdroge mit Klavierbegleitung - als Pianist in Berliner Kinos finanzierte er sein Musikstudium. Ob Greta Garbo oder Charlie Chaplin, Henny Porten oder Emil Jannings - Sommerfeld hat sie alle musikalisch begleitet. Dabei hat er am Klavier immer improvisiert und sich die Filme vorher nie angesehen. Seine Aufgabe war es, die Stimmung auf der Leinwand musikalisch zu untermalen, auch mit Versatzstücken aus Oper und Konzert. Er spielt ohne Noten. "Die Noten gibt's im Kopp", meint er schmunzelnd dazu.
Sommerfeld war Kapellmeister am Theater und war auch als Komponist, Arrangeur und Chorleiter erfolgreich. 1995 erhielt Sommerfeld das Filmband in Gold, als er für sein Lebenswerk mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet wurde. Der Mann mit dem Status "Filmlegende" ist fit wie ein Turnschuh und war in seinem ganzen Leben nie ernsthaft krank. Zusammen mit seiner um ein Vierteljahrhundert jüngeren Frau Doris lebt er in einer Wohnung in Berlin-Charlottenburg. Sie seien "seit 46 unendlichen Jahren verheiratet", sagt sie, und: "Wir lachen viel." Anlässlich seines 100. Geburtstages wiederholt DeutschlandRadio Berlin ein Gespräch, dass wir 1997 mit Willy Sommerfeld führten.
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