Der Präsident der Vereinigten Staaten wird nicht direkt vom Volk gewählt, sondern durch ein Wahlfrauen - und -männerkollegium (Electoral College). Ein US-Präsident muss also nicht die Mehrheit der insgesamt abgegebenen Stimmen der Wahlberechtigten vereinen. Entscheidend ist die absolute Mehrheit in dem 538-köpfigen Electoral College.
Die Wahlfrauen und -männer verteilen sich nach dem Prinzip "the winner takes it all". Das heißt, der Kandidat, der in einem Bundesstaat siegt, erhält in dem Gremium alle Stimmen aus diesem Bundesstaat.
Die Zahl der Wahlmänner in einem Staat entspricht der Zahl der Senatoren und Abgeordneten dieses Staates im Kongress. Kalifornien stellt mit mehr als 33 Millionen Einwohnern insgesamt 55 Mitglieder des Electoral College, gefolgt von Texas mit 34, New York mit 31 und Florida mit 27. Dagegen kommen aus kleinen Staaten wie Vermont, North Dakota oder Wyoming nur drei Wahlfrauen und -männer. Der District of Columbia hat keinen gewählten Vertreter im Kongress, aber drei Wahlstimmen.
Das Electoral College kommt immer am Montag nach dem zweiten Mittwoch im Dezember zusammen, um über den Präsidenten und seinen Stellvertreter abzustimmen. Kommt die erforderliche Mehrheit nicht zustande, was vor allem bei drei Kandidaten möglich erscheint, wählt das Repräsentantenhaus den Präsidenten.
Der designierte Präsident und sein Vize legen den Amtseid ab und treten am 20. Januar ihr Amt an.
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