Die Ausstellung "Kaboom! Comic in der Kunst" in der Weserburg in Bremen stellt 30 internationale Künstlerinnen und Künstler vor, die sich von Comics haben inspirieren lassen. Sie zeigt: Auch heute geht noch viel Innovation von den Sprechblasen aus.
Dem Loreleytal droht der Verlust des UNESCO-Gütesiegels. Streitpunkt ist eine Gondelbahn über den Rhein, die seit der Bundesgartenschau 2011 das Koblenzer Stadtbild prägt. Die Seilbahn muss wieder weg, sagt die UNESCO. Die Seilbahn muss bleiben, forderten jetzt mehr als 3000 Menschen.
Die Schweißflecken pietätvoll vom Abendkleid der Kanzlerin retuschieren oder den fluguntauglichen Kampfjet vor einer mächtigen Bergkulisse schweben lassen - mit digitaler Bildbearbeitung ist heute so gut wie alles möglich.
Am 16. Juni ist der Tag der Autobahnkirche. Die Hinweisschilder hat wohl jeder schon mal gesehen. Aber wer besucht diese Orte? Vor drei Wochen wurde an der A45 von Dortmund nach Frankfurt die 40. Autobahnkirche der Republik eröffnet. Ein erstaunlicher Neubau im religiösen Siegerland.
Ernst Ludwig Kirchner revolutionierte Anfang des 20. Jahrhunderts die deutsche Malerei. Unter anderem gründete er den Künstlerbund "Die Brücke" mit. Nach dem Ersten Weltkrieg zog er sich traumatisiert ins Exil zurück, wo sein Leben ein tragisches Ende nahm.
Die EU-Handelsminister verhandeln heute über das Freihandelsabkommen mit den USA. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, fordert, dass sich die Bundesregierung für die Herausnahme des Kultursektors aus diesem Abkommen eintrete.
Die Rote Armee Fraktion ist reif fürs Museum: Das Haus der Geschichte in Stuttgart zeigt eine historische Ausstellung rund um die Terroristengruppe. Schriftliche Zeugnisse klären zwar über die Psyche der Täter auf, erklären aber nicht die Genese ihrer Gewalt.
Am 29. Mai 1953 erreichten Edmund Hillary und Tenzing Norgay als erste Menschen den Gipfel des Mount Everest. Der Neuseeländer George Lowe war Teil des Teams. Er schrieb Briefe, die man nun nachlesen kann.
Ein neuer Kunstskandal macht Schlagzeilen: Das BKA hat einen Fälscherring hochgehen lassen, der Maler der russischen Avantgarde kopierte. Mehr als 400 Gemälde kamen in Umlauf. Der Fachjournalist Stefan Koldehoff meint: Die Ereignisse der letzten Jahre hätten offenbar nichts bewirkt.
Er sei Ungar - und er schäme sich, sagte Regisseur David Marton gestern im Berliner Maxim Gorki Theater. Grund sei die Lage der Künstler, die unter Ungarns rechtem Regierungschef Viktor Orbán immer schwieriger werde: "Das Unabhängige, das Freie existiert als Idee nicht mehr."
Aus den Datenbergen, die Google, Facebook oder Microsoft den Geheimdiensten überlassen, lässt sich mit Algorithmen Verhalten sogar vorhersagen, erläutert Philip Banse. Wer das eigene Big-Data-Risiko minimieren will, sollte auf alternative Anbieter und Methoden ausweichen, so der Netzexperte.
Deutschlandradio Kultur · Thema · 13.6.2013
Dass Unternehmen ihre riesigen Datenmengen den Geheimdiensten zur Auswertung überlassen, sei erschreckend und bedrohlich, sagt Konstantin von Notz. Die Bundesregierung müsse einen Grundrechtsschutz durchsetzen, auch gegenüber den USA, fordert der Netzpolitiker der Grünen.
Der Kopffüßler hat ihn berühmt gemacht: Horst Antes gilt seit den 50er-Jahren als wichtigster Vertreter der neuen figurativen Malerei in Deutschland. Im Berliner Martin-Gropius-Bau werden Gemälde des Künstlers aus den Jahren 1958 bis 2010 gezeigt.
Schon in der Vergangenheit habe die Regierung versucht, Journalisten des staatlichen Rundfunks ERT mundtot zu machen, sagt der griechische Journalist Tasos Telloglu. Es habe dort tüchtige Leute gegeben, wenngleich viele Posten nach Parteibuch besetzt worden seien.
Einen ungewöhnlichen Tanzfilm hat der Belgier Frédéric Fonteyne mit "Tango Libre" inszeniert. Geballte Leidenschaft und Eifersucht erschüttern den Alltag in einem Männergefängnis. Im Mittelpunkt der gleichzeitig komischen und explosiven Ereignisse steht die geheimnisvolle Alice.
Mit "Oben ist es still" schneidet die Regisseurin Nanouk Leopold mehrere Themen subtil an: Alleinsein auf dem Land, Ehelosigkeit der Bauern, Pflege im Alter. Die Geschichte des eigenwilligen Helmer ist dabei förmlich im ausdrucksstarken Gesicht seines Darstellers Jeroen Willems zu lesen.
Mit mehr als 300 beteiligten Galerien aus 39 Ländern ist die "Art Basel" die weltweit größte Messe für Gegenwartskunst. Rund 4000 Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts werden ausgestellt. Dieses Jahr sind erstmals auch Aussteller aus Singapur und den Philippinen dabei.
Der Medientheoretiker Friedrich Kittler erforschte Technik und Musik, Kriege und Dichtung. 2011 gestorben, hat Kittler ein kaum überschaubares Werk hinterlassen. Es besteht nicht nur aus Schriften, sondern zu diesem Werk gehören auch Computerprogramme und Hardware.
Rund 2000 Angestellte des staatlichen Rundfunks hat die griechische Regierung überraschend vor die Tür gesetzt. Damit habe sie ihre Handlungsfähigkeit gegenüber den Sparforderungen der Troika beweisen wollen, sagt der Politologe Dimitris Charalambis.
Das Stadtschloss gebe Berlin sein historisches Zentrum zurück, sagen die einen. Ein Millionengrab, meinen die anderen. Doch der Streit um den Wiederaufbau wird bald Geschichte sein: Bundespräsident Joachim Gauck hat heute den Grundstein für die Rekonstruktion gelegt.
Deutschlandradio · Aktuell · 12.6.2013
Das Humboldtforum sei ein Ort, der alle Menschen der Gesellschaft anziehen könne, meint Hermann Parzinger. "Wichtig ist, dass wir eben damit nicht Glanz und Gloria wiederbeleben wollen, sondern dass wir uns zu unserer Geschichte bekennen", so der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Deutschlandradio Kultur · Thema · 12.6.2013
Hinter der rekonstruierten Barockfassade des Stadtschlosses wird mitten in Berlin einer der spannendsten Orte der Republik entstehen, ist sich Manfred Rettig sicher. Das Humboldtforum habe ein "tolles Konzept", so der Stiftungschef am Tag der Grundsteinlegung.
Deutschlandradio Kultur · Interview · 12.6.2013
In Berlin findet heute die feierliche Grundsteinlegung des Humboldt-Forums statt. Einige Kilometer entfernt - in Berlin-Spandau - wird unterdessen weiter an der Rekonstruktion der Fassade des Berliner Stadtschlosses gearbeitet.
Deutschlandradio Kultur · Reportage · 12.6.2013
Im Bildband "Das Berliner Schloss" zeigt Richard Schneider eindrucksvoll, wie der 1950 gesprengte Bau in den 20er-Jahren ausgesehen hat. Die komplizierte Geschichte der oft umgestalteten preußischen Hauptresidenz erklärt er in einem einleitenden Essay.
Die Familie des französischen Filmemachers Namir Abdel Messeeh stammt aus Ägypten. Er hat sich dort auf die Spur einer ganz besonderen religiösen Passion begeben. "Die Jungfrau, die Kopten und ich" heißt der so entstandene Dokumentarfilm, der überaus vergnüglich geraten ist.
Der Literaturwissenschaftler Gilbert Ndi Shang eröffnet mit seiner Führung "Afrika in Bayreuth" eine ganz andere Sichtweise auf die Geschichte der Stadt - jenseits von Richard Wagner und dem Grünen Hügel.
Als der wortkarge Motorradstuntman Luke erfährt, dass er Vater geworden ist, wird er zum Bankräuber, um die Familie zu ernähren. Er wird vom ehrgeizigen Polizisten Avery Cross gestellt. 15 Jahre später schließen ihre Söhne nichts ahnend Freundschaft.
Die USA im Jahr 2022. Es gibt keine Arbeitslosen und nur wenig Armut. Denn einmal im Jahr, am "Tag der Säuberung", werden die Sozialschwachen von ihren Mitbürgern systematisch gejagt und ermordet.
Mit "Wer wir sind und was wir wollen" erklärt Philipp Riederle den Älteren die Onlinewelt aus der Sicht eines "Digital Natives". Seinem hohen Anspruch wir der 18-jährige Unternehmensberater nicht gerecht. Das undifferenzierte Zusammenschreiben von Internetklischees hat für den Leser kaum einen Nutzen.
"Cleopatra" gab der Welt "Liz and Dick", das Liebespaar Taylor-Burton. Insgesamt zweieinhalb Jahre dauerten die Dreharbeiten, bei denen Regisseure und sämtliche Hauptdarsteller außer Liz Taylor ausgetauscht wurden und das Budget um ein Vielfaches anstieg.
Der Neubau des Museums ägyptischer Kunst München schaffe bewusst Assoziationen zur Herkunft der Ausstellungsstücke, sagte Sylvia Schoske zur Eröffnung. Einen wichtigen Bestandteil der Exponate lieferten die sammelwütigen Wittelsbacher, erläuterte die Direktorin.
Die Bilanz der alljährlichen Apple-Entwicklerkonferenz fällt relativ nüchtern aus. Bei der WWDC in San Francisco lag der Schwerpunkt auf Software-Neuheiten. Besonders die neue Musikplattform iTunes Radio ließ die Beobachter aufhorchen.
Zur Vorstellung des Buches Die Rosenburg über das Bundesjustizministerium und die NS-Vergangenheit hielt der 90-jährige Ralph Giordano eine bewegende Rede. Der Publizist mit jüdischen Wurzeln hatte die Nazi-Zeit nur mit Glück überlebt. Er habe sich sein ganzes Leben mit der Last herumgeplagt, ein Deutscher zu sein, sagte Giordano in Berlin.
Auf der 2004 eröffneten Internetplattform "Fuck for Forest" sind hausgemachte Erotikfotos und Pornos zu sehen. Mit den Einnahmen wollen die Betreiber den Regenwald retten. Das stößt aber auf wenig Gegenliebe, wie Regisseur Michal Marczak zeigt.
Seit vielen Jahren setzt sich der Künstler David Zink Yi intensiv mit Musik und deren Produktion auseinander. Jetzt hat er in Braunschweig eine neue Arbeit geschaffen. Dabei sind die Räume der Villa, in der der Braunschweiger Kunstverein residiert, zu einer Klangskulptur geworden.
Es ist ein Film voller Grauen, Gewalt, Ekel, Horror und Erotik. Aber die Zuschauer sehen all das nicht. Sie hören es nur. "The Berberian Soundstudio" ist ein Psychothriller, der den Zuschauer mit in die Wahnvorstellungen eines Tontechnikers im Italien der 70er-Jahre nimmt.
Das Berliner Maxim Gorki Theater wurde von der Kulturpolitik fast schon aufgegeben - bis Armin Petras es vor sieben Jahren übernommen und wieder ganz nach vorne gebracht hat. Nun verlässt er die Hauptstadt und geht in die Provinz: nach Stuttgart.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandradio Kultur
Neue Kicks für den Spielplan. Theaterautoren im Aktualitätsdruck
Sendezeit: 16.06.2013, 00:06
Netzwerk Recherche Treffen in Hamburg
Sendezeit: 15.06.2013, 23:45
Berlin: Lange Nacht der Autoren - Abschluss der Berliner Autorentheatertage
Sendezeit: 15.06.2013, 23:37
dradio-Recorder
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