Ein Gesetzentwurf des Innenministeriums sieht vor, dass Firmen, die wichtige Infrastruktur-Dienstleistungen erbringen, gravierende Hackerangriffe auf ihre Server melden müssen. Viele Unternehmer betrachten das als staatliche Bevormundung.
In der Nacht zum Mittwoch wurde in Griechenland der staatliche Rundfunk ERT abgeschaltet - die Folge: Generalstreik im Land, die bislang Beschäftigten unter Schock. Giorgos Pappas, bisheriger ERT-Korrespondent in Deutschland, zur Abschaltung von ERT nach 75 Jahren.
Vergangene Woche verriet der 29-jährige Edward Snowden, wie der amerikanische Geheimdienst NSA weltweit Bürger via Internet ausspioniert. Auch Guido Strack, Gründer des deutschen Whistleblower-Netzwerks, hat auf Missstände hingewiesen, als er noch Beamter bei der EU-Kommission in Brüssel war.
Nach Spät-Siebziger Live-Alben wie den "Tokyo Tapes" der Scorpions oder "Made in Japan" von Deep Purple sind die Begriffe Heavy Metal und Japan miteinander verbunden. Auch heute noch ist Heavy Metal in Japan angesagt - besonders deutscher Power Metal der Marke Helloween, Blind Guardian oder Gamma Ray.
Die Situation auf dem Wohnungsmarkt habe ihm sein Projekt gleichsam aufgedrängt, sagt der Berliner Autor Paul Plamper über sein Hörspiel-, Theater- und Performanceprojekt "Der Kauf". Das preisgekrönte Stück lädt zur Reflexion über das Bauen, Wohnen und Besitzen ein.
"Kicher", "würg", "grübel" - was simpel klingt, kann auch Kunst sein. In der Ausstellung "Kaboom!" zeigt die Weserburg in Bremen Werke von mehr als 30 internationalen Künstlern rund um die Sprechblase.
Die Handlungen der Filme ähneln sich: Ein schlechter Christ oder Moslem wird im Laufe der Handlung bekehrt und ist zum Schluss ein guter Mensch. Religionskritik war im afrikanischen Kino bisher unerwünscht. Doch das ändert sich derzeit.
Menschen werden in sozialen Netzwerken beschimpft und an den Pranger gestellt - Shitstorm wird das genannt. Wie das neue Phänomen zu beurteilen ist, darüber diskutierten Wissenschaftler beim 13. Mainzer Mediengespräch.
Deutschlandfunk · Studiozeit · Aus Kultur- und Sozialwissenschaften · 13.6.2013
Im 18. Jahrhundert glaubte man fest an eine krankhafte Lesesucht. Später dann wurde das Fernsehen verteufelt. Heutzutage sind junge Nutzer von Computern und Smartphones angeblich besonderen Suchtgefahren ausgesetzt.
Deutschlandfunk · Studiozeit · Aus Kultur- und Sozialwissenschaften · 13.6.2013
Regisseurin Nanouk Leopold hat den Erfolgsroman "Oben ist es still" des niederländischen Schriftstellers Gerbrand Bakker verfilmt. Lakonisch erzählt sie die Geschichte des ledigen Bauern Helmer, der mit seinen Kühen und dem kranken Vater einsam auf dem Land lebt.
Armin Petras übernahm 2006 die Intendanz am Berliner Maxim Gorki Theater. Nach sieben Jahren zieht es ihn mit seinem Ensemble nun nach Stuttgart. Vom Berliner Publikum verabschiedet er sich mit einem Theater-Marathon.
Immer häufiger taucht in Hörspielen dokumentarisches Material auf, sagt Anna Dünnebier. Bei "Ooops, wrong Planet, dem diesjährigen Siegerwerk beim "Hörspielpreis der Kriegsblinden", sei diese Idee "sehr genial" umgesetzt worden, meint die Vorsitzende der Jury.
Schnell den UMTS-Stick in den Laptop gesteckt und schon kann von unterwegs durchs Internet gebrowst werden - auch ohne Smartphone. Allerdings unterscheiden sich die Angebote dieser mobilen Surfsticks stark.
Sie sind die wohl berühmteste TV-Rasselbande aller Zeiten: "Die kleinen Strolche". Jean Darling spielte sich mehrere Jahre als blond gelocktes, unartiges Gör. Inzwischen ist sie die letzte noch lebende Schauspielerin aus der Stummfilmzeit der Serie.
Eine No-go-Area waren die Industriebrachen im östlichen Zentrum von Johannesburg lange Zeit. Ein Kunst- und Kulturprojekt hat der Region neues städtisches Leben verliehen, bekannte Künstler haben hier ihre Ateliers.
Das Stadtschloss gebe Berlin sein historisches Zentrum zurück, sagen die einen. Ein Millionengrab, meinen die anderen. Doch der Streit um den Wiederaufbau wird bald Geschichte sein: Bundespräsident Joachim Gauck hat heute den Grundstein für die Rekonstruktion gelegt.
Deutschlandradio · Aktuell · 12.6.2013
Vor knapp 20 Jahren waren die Berliner und ihre Gäste fasziniert von der Schlossfassade, die Wilhelm von Boddien auf Plastikplanen hatte malen lassen. Nun ist der Grundstein für die Rekonstruktion der ehemaligen Hohenzollern-Residenz gelegt - aber keiner will das Schloss, meint Günter Hellmich.
Internetnutzer sollen künftig besser vor überteuerten Massenabmahnungen für illegal heruntergeladene Musik oder Filme geschützt werden. Das sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung vor. Doch Experten bezweifeln die Wirksamkeit der geplanten Regelung.
Das Ägyptische Museum in München eröffnet seinen Neubau, der in abstrakter Form an ägyptische Tempel erinnert. Nicht mehr chronologisch, sondern thematisch präsentiert das Museum nun die Ausstellungsstücke, erläutert Museumsdirektorin Sylvia Schoske.
Das gerade im Textem-Verlag erschienene Modemagazin "Untragbar" der Hochschule für Künste Bremen ist beim Wettbewerb "die schönsten deutschen Bücher" der Stiftung Buchkunst mit dem "Förderpreis für junge Buchgestaltung 2013" ausgezeichnet worden.
Es gibt nur ganz wenige Komponisten, denen einfach alles gelingt. John Adams ist solch ein Glückskind. Beim Holland Festival gab es sein Oratorium "The Gospel According to the Other Mary".
Mit gewohnter Selbstironie und Wortwitz präsentiert Friedrich Küppersbusch in seiner neuen Sendung das Tagesgeschehen im Schnelldurchlauf. Die erste Folge des "Tagesschaums" startete jedoch mit einigen kleineren Pannen.
Schauspieler Christian Ulmen hat mit dem Song "Remedy" von den Black Crowes Schlagzeug spielen gelernt. Bis heute kann er nur diesen einen Rhythmus spielen - dafür hat das Lied ihm dabei geholfen, Mädchen kennenzulernen.
Graphic Novels - so heißen die ernsten, erzählenden Bildergeschichten, die innerhalb weniger Jahre die Buchmessen erobert haben. Auch jenseits der Feuilletons entsteht eine Diskussion über die farbigen Reportagen. In Hamburg trifft sich die Szene zu einem eigenen Festival.
Seit 40 Jahren schreibt Karlheinz Deschner seine kirchenkritische "Kriminalgeschichte des Christentums". Nun ist der abschließende zehnte Band erschienen. Darin lässt Deschner seine leidenschaftliche Lust manchmal vermissen.
Mordanschläge, Sex und Missbrauch bestimmten das Leben im Nonnenkloster Sant'Ambrogio im Rom des 19. Jahrhunderts. Diese wahre Geschichte hat Vatikankenner Hubert Wolf für sein neuestes Werk recherchiert. Und lässt damit sogar historische Thriller von Dan Brown harmlos wirken.
Bernd Neumann lässt keinen Zweifel aufkommen: Der Kultur- und Medienbereich soll außen vor bleiben beim geplanten Freihandelsabkommen der EU mit den USA. Die Aufgabe der Autonomie deutscher Kulturpolitik sei "nicht akzeptabel", so der Kulturstaatsminister.
Drei Shakespeare-Stücke interpretiert John Neumeier mit seinen "Shakespeare-Dances". Als Rahmen dient dabei der Philosoph Jacques, der verträumt in den Stücken des englischen Dichters schmökert.
Er bekannte sich zur Schönheit des Wortes und fühlte sich dem Zweifel verpflichtet: der Philologe und Schriftsteller Walter Jens. Politisch war er ein nimmermüder Geist, bis er 2003 an Demenz erkrankte. Jetzt ist er im Alter von 90 Jahren in Tübingen gestorben.
Die Veranstaltung erfreut sich bereits seit 2011 großer Beliebtheit: Der "I,Slam" ist zu Gast beim Poesiefestival Berlin. Muslimische Dichter präsentieren hier satirische Texte über Gesellschaft und Religion auf der Bühne. Gotteslästerung ist allerdings nicht erlaubt.
Viele Einwohner in Brüssel ärgern sich schon seit Jahrzehnten über den Dreck in ihrer Stadt. Jetzt dokumentieren manche die Müllberge und verschmutzten Straßen mit Fotos im Internet oder nutzen eine neue Software, um Probleme den Behörden zu melden.
Schulen aus Bambus, perforierte Mauern zur besseren Klimatisierung, vertikal geschichtete Gebäude: Architektengruppen und Architekturstudenten bauen in Dritte-Welt-Ländern Alltagsgebäude, helfen damit vor Ort und lernen praxisnahes Entwerfen. Eine Schau in Frankfurt zeigt eine Auswahl solcher Projekte.
Beim 25. Medienforum NRW stand im Mittelpunkt der Podien immer wieder die Frage: Ist das Internet nun Fluch oder Segen? Denn mittlerweile haben sich auch die Schattenseiten des Mediums gezeigt. Kritische Stimmen gab es auch zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Unter dem Titel Vom Wandel der Wörter. Ein Deutschlandbericht hat Christoph Frick die Erzählung "Das Deutschlandgerät" von Ingo Schulze am Staatsschauspiel Dresden inszeniert. Die Schauspieler überzeugen, der Text des Stücks ist jedoch langatmig und teilweise kurz gedacht.
Willi Sitte gelang, was vielen Künstlern in der DDR verwehrt blieb: Seine Kunst war nicht nur anerkannt und gefeiert, auch konnte er als Kulturfunktionär Einfluss nehmen. Genau diese Rolle sorgte jedoch im wiedervereinigten Deutschland bei Vielen für Skepsis.
Rasenfläche, Nutzgarten, scheinbare Wildnis oder Landschaft mit Kunstobjekt und Koi-Teich: Gärten gibt es viele. Schon immer habe der Mensch versucht, die Natur nach seinen Vorstellungen zu formen, sagt der Kunstwissenschaftler Adrian von Buttlar von der TU Berlin.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Sport aktuell vom 15. Juni 2013
Sendezeit: 15.06.2013, 22:50
Kein eigenes Sportministerium: Interview mit SPD-Politiker Thomas Oppermann
Sendezeit: 15.06.2013, 20:45
"Brasiliens Sportminister als Feuerwehrmann" - Porträt Aldo Rebelo
Sendezeit: 15.06.2013, 20:40
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