Berlin, da denkt im Moment jeder an Film. Am vergangenen Donnerstag wurden die 62. Internationalen Filmfestspiele eröffnet. Aber auch das traditionsreiche Studio Babelsberg feiert sein 100-jähriges Jubiläum. Ein Spaziergang durch die Filmstadt Berlin, durch Berliner Filmgeschichte und Filmgeschichten.
Der im Jahr 2011 verstorbene britische Maler Lucian Freud erlangte vor allem durch seine Porträts internationale Anerkennung. Die National Portrait Gallery zeigt seine Werke aus sieben Jahrzehnten, in denen er die Porträtmalerei mit Besessenheit betrieb.
Sogenannte Denial-of-Service-Attacken begleiten seit Wochen die Proteste gegen den Stop Online Piracy Act. Neben einem bewährten Protestmittel sind solche Angriffe aber auch eine vielgenutzte Waffe von Internet-Kriminellen und Cyberterroristen.
Menschen, die distributed Denial-of-Service-Attacken durchführen, haben dafür oft unterschiedliche Motive. Im Interview mit Manfred Kloiber erläutert Wissenschaftsjournalist Achim Killer, wie Gerichte mit den Angriffen aus dem Netz umgehen und wie sich Opfer davor schützen können.
Darf die ARD zumindest Zusammenfassungen der Liga zeigen? Das Bundeskartellamt hat dieses Mal dafür gesorgt, dass die Frage berechtigter ist denn je. Denn die Bonner Wettbewerbsaufsicht hat erlaubt, dass das frei empfangbare Fernsehen leer ausgehen könnte.
Investigativer Journalismus wird immer wichtiger, doch die, die ihn betreibe, stehen oft mit einem Bein im Gefängnis. Jüngstes Beispiel hierfür ist ein gerade beendeter Prozess gegen zwei niederländische Journalisten vor dem Amtsgericht Eschweiler.
Deutschland als mieser Krisenprofiteur - dieses Bild entwerfen die italienischen Medien, wenn sie über die Position der deutschen Regierung in der Eurokrise schreiben und so mancher Leitartikler versteigt sich zu der Behauptung, die Rücksichtslosigkeit liege den Deutschen eben im Blut.
Das geltende Urheberrecht sei völlig veraltet, sagt Markus Beckedahl vom Verein Digitale Gesellschaft. Statt es durch ein Abkommen gegen Produktpiraterie im Internet zu zementieren, solle die Politik es lieber reformieren.
Zur Konferenz „Radius of Art“ hat die Heinrich-Böll-Stiftung Künstler und Vertreter der arabischen Kulturszene eingeladen, um die Auswirkungen kultureller Aktivitäten auf soziale Transformationsprozesse zu diskutieren.
Vom 7. bis 12. Februar findet die erste Munich Creative Business Week statt. Mehr als 90 Veranstaltungen sollen die Designmetropole München erlebbar machen und die Vernetzung der Kultur- und Kreativwirtschaft vorantreiben.
Der Iran verbietet Homer Simpson, eine Passauer Rektorin die Grußformel "Hallo", und die Bestatter schlagen Alarm, weil immer dickere Tote nicht mehr durch die Ofentüren der Krematorien passen. Was für eine Woche!
Die Pfalzgalerie in Kaiserslautern zeigt mit der Ausstellung "Aufbruch" Künstler, die sich mit dem Verhältnis von Malerei und realem Raum beschäftigen. Christiane Vielhaber lobt im Interview das Ausstellungskonzept, bei dem "Stimmungsräume geschaffen" wurden.
Am Potsdamer Platz in Berlin hat am Abend die 62. Berlinale begonnen. Der Wettbewerb um den Goldenen Bären wurde in Anwesenheit vieler internationaler Stars mit "Les adieux à la Reine" von Benoît Jacquot eröffnet. Die Jury wird in diesem Jahr vom britischen Regisseur Mike Leigh geleitet.
Die Leistung, aber auch die Darstellung der Schauspieler in "Les adieux à la Reine" sei wenig überzeugend, sagt Kulturredakteur Christoph Schmitz, der den Eröffnungsfilm der Berlinale gesehen hat. Insgesamt stehe "der Aussagewille weit über der Aussagekraft" des Films.
Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein will die Werke von unbekannten, aber bedeutenden Designern und Architekten präsentieren sowie den Geschmack und das Wissen über gute Gestaltung fördern. Der Chef des Hauses ist Mateo Kries. Er präsentiert die Ausstellung "Ronan & Erwan Bouroullec - Album".
Ghada Abdelaal ist Apothekerin, Bloggerin, Autorin und Drehbuchschreiberin. Bekannt wurde die Ägypterin durch ihren Blog zum Thema Heiraten, aus dem auch ein Buch entstand. In diesem kritisiert die 32-Jährige, selbst unverheiratet, die sogenannten Salonheiraten in ihrer Heimat.
Zum ersten Mal erzählt Martin Scorsese eine Kinogeschichte für Jung und Alt. Verfilmt hat er das Kinderbuch "Die Entdeckung des Hugo Cabret" von Brian Selznick. Der Waisenjunge Hugo nimmt eine Freundin mit in sein Versteck, das sich im alten Pariser Bahnhof befindet.
In Turin veranstaltet das Goethe-Institut gerade eine Bertolt-Brecht-Woche. Zu sehen: Inszenierungen des Fatzer - Fragments. Das sind Bruchstücke über Kriegsdeserteure. Sie sind aus einem gemeinsamen Projekt der Volksbühne Berlin und dem Teatro Stabile Turin entstanden.
"Der Junge mit dem Fahrrad" ist ein Märchen in Sommerfarben, mit dem die belgischen Filmbrüder Dardenne selbst im Winter Lust aufs Radeln wecken. Ebenfalls neu im Kino: Christian Schwochows Schauspielerschauspiel "Die Unsichtbare" und Agnieszka Hollands bedrückendes Holocaust-Kammerspiel "In Darkness".
Diskurs@Deutschlandfunk - die neue Diskussionsplattform des DLF geht der Frage nach, wie sich politische Kommunikation im Zeichen von Digitalisierung verändert, sagt Chefredakteur Stephan Detjen. Zum Auftakt: Aufsätze des Bloggers Christian Heller und des Rechtswissenschaftlers Thomas Hoeren.
Finanzierung und Betrieb einer illegalen Organisation, so lautet der Vorwurf der ägyptischen Justiz gegen zwei Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kairo. Sein Eindruck sei, dass die ägyptischen Behörden daran interessiert seien, das gute Verhältnis mit Deutschland aufrecht zu erhalten, sagt KAS-Vorsitzende Hans-Gert Pöttering. Jetzt müssten den Worten Taten folgen.
Am 30. April wird das analoge Satellitenfernsehen abgeschaltet. Vom 1. Mai an wird dann nur noch digital gesendet. Spätestens jetzt sollten Haus- und Wohnungseigentümer umrüsten. Was dabei zu beachten ist, erläutert der Verbrauchertipp.
Gerhard Richter zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Seine Bilder hängen in aller Welt, auf Auktionen erzielen sie zweistellige Millionenbeträge. Voller Neugier und mit Lust am Experiment, eröffnet Richter dem Betrachter einen neuen Blick auf die Wirklichkeit. Heute wird er 80 Jahre alt.
Gerhard Richter habe wesentliche Teilhabe daran, dass es heute die Devise "anything goes" in der Malerei gibt, sagt DLF-Kulturredakteur Stefan Koldehoff. Insgesamt sei Richter "einer der distanziertesten und unemotionalsten Maler", den man sich vorstellen könne.
In London wurde erstmals ein Preis für die besten Verrisse des Jahres vergeben. Der Literaturkritiker und Feuilletonist Adam Mars-Jones hat ihn gewonnen. Es geht auch darum, ein vernachlässigtes und schlecht bezahltes Genre zu ehren: die Buchkritik.
Für den Blogger Philip Rizk nimmt das Internet zwar eine wichtige Rolle bei den Protesten in Ägypten ein, aber die Demonstrationen auf den Strapen sind unerlässlich. Der Deutsch-Ägypter schneidet auch aus Filmaufnahmen Dokumentationen, die er auf dem Tahrir-Platz vorführt.
Der Dramatiker Athol Fugard wurde vor allem durch seine Theatergruppen in den Gettos Südafrikas bekannt. New York zeigt in dieser Saison gleich vier seiner Arbeiten am Broadway, um den Autor zu würdigen. Den Anfang macht das Stück "Blood Knot".
Die Ausstellung "Geteilt - ungeteilt" geht auf Kunst während der deutsch-deutsche Teilung und die Zeit danach ein - genauer von 1945 bis 2010. In einer zweigeteilten Raumanordnung wird beispielsweise die Grenze des Kalten Krieges verdeutlicht. Breiten Raum erhalten auch Künstler, die in der DDR nur verborgen wirken konnten.
Seit sich die Ägypter erfolgreich gegen ihren Despoten Husni Mubarak zur Wehr setzten, ist der Kunstmarkt im Land explosiv gewachsen. Viele Künstler machen die Revolution zu ihrem Thema, bilden sie ab, als wollten sie sie dokumentieren. Nermine Hammam und Marwa Adel haben einen anderen Ansatz gewählt.
In der "Deutschen Guggenheim" wurden erstmals Künstler wie James Rosenquist vorgestellt. Hellen Frankenthaler hatte hier eine erste große Retrospektive. Zum Ende des Jahres wird eine der führenden Adressen für zeitgenössische Kunst nun geschlossen.
Das Thaipusam-Fest findet zum Vollmond im Monat Thai statt. Das ist in diesem Jahr am 7. Februar. Besonders ausgelassen wird dieser Feiertag im Süden Indiens, in Singapur und Malaysia begangen. Aber Thaipusam ist wegen der vielen blutigen Geißelungen und schmerzhaften Piercings nichts für schwache Nerven.
Regelmäßige Updates des Betriebssystems sind wichtig, damit mögliche Sicherheitslücken geschlossen werden. Diese einfache Grundregel gilt natürlich auch für Handys, die im Internet unterwegs sind. Doch gerade bei den modernen Smartphones hapert es teilweise mit den Updates.
Die Comedian Harmonists können durchaus als Deutschlands erste Boygroup gelten. Die Geschichte der sechs Musiker, die an der Naziverfolgung, aber auch an ihren hohen Ansprüchen zerbrachen, erzählt ein Stück im Theater Hagen.
Magdy El-Shaffee, ein ägyptischer Comicautor, spricht im Corosgespräch über die Zeit vor dem Umsturz von Präsident Mubarak, seine aktive Teilnahme an den Demonstrationen auf dem Tahrir-Platz in Kairo und seine Wünsche und Erwartungen an die Zukunft.
Weltweit wird die Zahl genital verstümmelter Mädchen und Frauen auf 140 Millionen geschätzt. Seit Generationen unterwerfen Frauen ihre Töchter und Enkelinnen diesem grausamen Rituals. Noch fehlt in Deutschland die Rechtsgrundlage für eine Strafverfolgung.
Mit "Das fliegende Kind" theatralisiert Roland Schimmelpfennig den Eltern-Alptraum schlechthin - und inszeniert ihn, hochmetaphorisch aufgeladen, am Wiener Burgtheater selbst.
Lange stand der sorbische Volksschriftsteller Erwin Strittmatter auf hohem moralischen Podest. Doch in seiner Geburtsstadt Spremberg in der südlichen Lausitz ist man nun uneins, ob man den im August anstehenden 100. Geburtstag des einstigen SS-Polizisten und Stasi-Spitzels wirklich offiziell feiern soll.
In mehr als 50 deutschen Städten sind heute Proteste für Meinungsfreiheit im Internet geplant. Die Demonstrationen richten sich gegen das internationale ACTA-Abkommen, das multimedial Produktpiraterie bekämpfen soll.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Sternzeit 12. Februar 2012
Sendezeit: 12.02.2012, 16:57
WiB: Tiefenrausch
Sendezeit: 12.02.2012, 16:30
"Tonio. Ein Requiemroman" von A. F. Th.Van der Heijden
Sendezeit: 12.02.2012, 16:09
dradio-Recorder
im Beta-Test: