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KULTURNACHRICHTEN
 

Bayreuther Richard-Wagner-Museum wird saniert

Am Ende soll das Richard-Wagner-Museum nicht mehr wiederzuerkennen sein. Die Stadt Bayreuth hat Großes vor mit der Villa Wahnfried, in der der Komponist seine letzten neun Lebensjahre verbrachte. Das Gebäude soll grundlegend saniert und erweitert werden. In der kommenden Woche werde man einen Architekten-Wettbewerb ausschreiben, teilte Oberbürgermeister Michael Hohl mit. Das Gebäude soll künftig auf drei Etagen jeweils rund 300 Quadratmeter Platz bieten. Auch die Dauerausstellung wird überarbeitet und zeigt künftig Exponate zur Wirkungsgeschichte von Wagners Musik.

 

Käßmann wirbt für Zivilcourage

Zivilcourage muss von Anfang an ein Thema sein. Das findet die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, mit Blick auf die Erziehung von Kindern. Dazu gehöre es, Fremdenhass, Rechtsextremismus und menschenverachtenden Ideologien entgegenzutreten, um für Kinder und Jugendliche ein Vorbild zu sein, sagte die hannoversche Landesbischöfin in der niedersächsischen Hauptstadt. Zivilcourage könne es auch im Kleinen geben, betonte Käßmann. Die Bischöfin wörtlich: "Wenn der bundesdeutsche Durchschnittsbürger 220 Minuten Fernsehen schaut am Tag, wird er doch wohl 20 Minuten Zeit haben für das Kind nebenan." Gerade in Zeiten des Umbruchs sei die Gesellschaft darauf angewiesen, dass sich Menschen für das Miteinander einsetzten.

 

Protestierende Bonner Studenten wollen Hörsaal weiter besetzen

Die Besetzung von Hörsälen ist ein gutes Mittel des Protests. Das finden viele Bonner Studierende auch nach der polizeilichen Räumung des Audimax' im nahegelegenen Köln. Man wolle kein bloßes Angebot zum Dialog über die Studienbedingungen, sondern konkrete Zugeständnisse für Änderungen, sagte ein Sprecher der protestierenden Studenten. Man fordere vom Rektorat nichts Unmögliches. In Köln denken Kommilitonen derweil über die neue Besetzung eines Hörsaals nach. Diese könne noch größer werden und noch schwerer aufzulösen sein als die vergangene, sagte ein Sprecher des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses.

 

GEMA setzt höhere Abgaben der Konzertveranstalter durch

Die Gema will ihre Gebühren für Konzerte deutlich erhöhen. Wie die Musikrechte-Verwertungsgesellschaft mitteilte, müssen Veranstalter künftig rund sechs Prozent ihrer Einnahmen abführen, zweieinhalb Prozentpunkte mehr als bisher, hieß es. Dies gelte für Konzerte mit mehr als 15.000 Besuchern. Außerdem sei die Berechnungsgrundlage der Gebühren erweitert worden. Künftig werde man auch Einnahmen der Veranstalter aus Sponsoring und Werbung einbeziehen. Gegen die Entscheidung der Schiedsstelle des Deutschen Patentamts können beide Seiten noch Widerspruch einlegen.

 

Bundesregierung sagt Bafög-Erhöhung für 2010 zu

Nun gibt es wenigstens einen Termin für die geplante Bafög-Erhöhung: den 1. Oktober 2010. Ein Sprecher des Bildungsministeriums sagte in Berlin, der Umfang der Anhebung werde noch mit den Ländern besprochen. Dazu gebe es am 10. Dezember Beratungen von Ministerin Annette Schavan mit den Kultusministern. Eine Bafög-Erhöhung ist auch eine Forderung der zur Zeit protestierenden Studenten. Der Sprecher erklärte weiter, gleichzeitig mit der Erhöhung werde ein bundesweites Stipendienprogramm gestartet. Von diesem sollten zehn Prozent der Studierenden profitieren.

 

Berlin legt Berufung gegen Gebetsurteil ein

Jürgen Zöllner ist weiter gegen islamische Gebete an Schulen. Der Berliner Bildungssenator hat Berufung gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts der Hauptstadt eingelegt, das die Gebete erlaubte. Er sehe den Erziehungsauftrag der Schule gefährdet und befürchte Konflikte, sagte Zöllner. Das Verwaltungsgericht hatte Ende September einem 16-jährigen muslimischen Gymnasiasten gestattet, auf dem Schulgelände sein rituelles Mittagsgebet zu verrichten. Das Gegenargument der Schulverwaltung lautete damals, staatliche Bildungseinrichtungen hätten die Pflicht zu weltanschaulicher Neutralität.

 

Streit bei Suhrkamp beendet

Monatelang wurde gestritten und prozessiert - jetzt kann beim Suhrkamp-Verlag wieder Ruhe einkehren. Der Mitgesellschafter Joachim Unseld hat seinen Anteil von 20 Prozent an dem Frankfurter Verlagshaus verkauft. Dies bestätigte er in einem Gespräch mit der Zeitung "Die Welt". Seine An- teile gehen zu gleichen Teilen an die beiden anderen Mitge- sellschafter - an die Witwe des Suhrkamp-Verlegers Siegfried Unseld, Ulla Unseld-Berkéwicz, und an die Medienholdung AG Winterthur. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt. Joachim Unseld hatte sich als Miteigentümer gerichtlich gegen den beschlossenen Umzug des Verlags nach Berlin gewehrt. Auch gegen den Verkauf des Suhrkamp-Archivs an das Deutsche Literaturarchiv in Marbach leistete er Widerstand.

 

Entwurf des Jenaer Denkmals für politisch Verfolgte gekürt

Die Betonsegmente erinnern an Aktenkartons, wie sie von der Stasi verwendet wurden. Sie gehören zu dem in Jena geplanten Denkmal für die politisch Verfolgten zwischen 1945 und 1989. Eine Jury entschied sich für den Entwurf der Weimarer Künstlerin Sybille Mania, der 246 solcher Beton-Elemente vorsieht. Aufschriften sollen an Einzelschicksale erinnern, aber auch an Demonstrationen in Jena. Die Einweihung ist für den 17. Juni 2010 geplant - dem Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR.

 

Schweden geben umstrittenes Kunstprojekt an Steilküste auf

Im Naturschutzgebiet hat Kunst nichts zu suchen. Mit dieser Position hat sich der schwedische Unesco-Rat durchgesetzt. Eine Gruppe von Künstlern wollte an der als Naturerbe geschützten Steilküste im nordschwedischen Ångermanland Landschaftskunst zeigen. Nun zogen sie ihre Pläne zurück. Man wolle das Vorhaben nicht gegen die öffentliche Meinung durchsetzen, sagte Projektleiter Mats de Vahl. Der Entwurf sah eine in den Fels geschlagene Treppe vor, mit der auf die allmähliche natürliche Hebung der Landschaft hingewiesen werden sollte.

 

Bau des Bonner Festspielhauses verzögert sich

Jetzt heißt es: abwarten! So beurteilen jedenfalls die Finanzierer des geplanten Festspielhauses in Bonn ihr Vorhaben. Die Deutsche Post, die zusammen mit Telekom und Postbank das Projekt bezahlt, teilte mit, man wolle vorerst keine wichtigen Entscheidungen treffen. Dazu gehöre auch die Auswahl des Architekten. Dennoch stehe man weiter zu dem Projekt, durch das dem Bonner Beethovenfest ein neuer Austragungsort entstehen soll. Die Stadt Bonn hatte zuvor eine Bürgerbefragung angekündigt, obwohl auch Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch zu den Befürwortern des Baus gehört. Auf dem Weg zum Festspielhaus wolle man die Menschen mitnehmen, teilte die Stadt mit. Gegner des Projekts kritisieren unter anderem den geplanten Abriss der Beethovenhalle. Die Bürgerbefragung ist für Mai geplant.

 

Studenten verlassen Audimax der Uni Köln friedlich

"Der Wind weht jetzt schärfer." Das stellten protestierende Studenten im Audimax der Kölner Universität fest. Die Hochschulleitung hatte ihnen am frühen Morgen die Polizei geschickt, um die Besetzung des Hörsaals zu beenden. Unter Sprechchören gaben die Studierenden nach und verließen das Gebäude. Man sei enttäuscht von der Leitung der Universität, die auf ein Gesprächsangebot nicht reagiert habe, hieß es.

 

Sarkozy will Camus ins Pantheon aufnehmen

Der französische Schriftsteller und Philosoph Albert Camus soll eine neue Ruhestätte bekommen. Wenn es nach dem Willen von Präsident Nicolas Sarkozy geht, soll der 1960 verstorbene Autor ins Pariser Pantheon überführt werden. Die Gedenkstätte war eigentlich als Kirche gedacht. Nach der Französischen Revolution wurde sie jedoch eine Grabstätte für berühmte Persönlichkeiten. Es wäre das erste Mal, dass sich Sarkozy für eine solche Totenehrung entscheidet. Ob Camus, der bei einem Autounfall ums Leben kam, tatsächlich umgebettet wird, ist aber noch ungewiss. Die endgültige Entscheidung darüber steht den Angehörigen zu.

 

New Yorker Bürgermeister würdigt gestorbene Künstlerin Jeanne-Claude

Besonders an die wogenden Stoffbahnen im New Yorker Central Park erinnert sich Michael Bloomberg gern. Der Bürgermeister von New York hat die gestorbene Künstlerin Jeanne-Claude als eine der ganz Großen der amerikanischen Kunst-Szene gewürdigt. Die safrangelben Stoff-Tore im Stadtpark seien eines der aufregendsten Projekte öffentlicher Kunst gewesen, die es je gegeben habe. Bloombergs Berliner Bürgermeister-Kollege Klaus Wowereit erinnerte an die Verhüllung des Reichstags durch die Künstlerin und ihren Mann Christo. Dafür sei Berlin den beiden zutiefst dankbar. Jeanne-Claude war am Mittwoch im Alter von 74 Jahren einer Hirnblutung erlegen.

 

Glück neuer ZdK-Präsident

Alois Glück will vertrauensvoll mit der Deutschen Bischofskonferenz zusammenarbeiten. Das kündigte der CSU-Politiker nach seiner Wahl zum Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken im Deutschlandfunk an. Der 69-jährige frühere bayerische Landtagspräsident rief die Katholiken auf, sich selbstbewusst in gesellschaftliche Fragen einzumischen. Die Vollversammlung des katholischen Laiengremiums hatte Glück zuvor mit großer Mehrheit gewählt. Er war der einzige Kandidat. Das Zentralkomitee der Katholiken beugte sich mit der Wahl Glücks einer Entscheidung der Deutschen Bischofskonferenz, die den ursprünglich vom ZdK vorgesehenen Kandidaten Heinz-Wilhelm Brockmann abgelehnt hatte.

 

Käßmann fordert Achtung für religiöse Gefühle

In der deutschen Öffentlichkeit wird oft mehr auf andere Religionen Rücksicht genommen als auf das Christentum. Das glaubt zumindest Margot Käßmann, die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. Religiöse Gefühle sollten nicht aus purer Lust an Provokation verletzt werden, forderte die hannoversche Bischöfin. Gleichwohl müsse sich die Religion der gesellschaftlichen Kritik stellen.

 

Argentinien: Verschleppungsopfer der Diktatur müssen sich DNA-Test unterziehen

Auch die Opposition im argentinischen Senat stimmte für das neue Gesetz. Rund 400 Opfer der Militärdiktatur müssen sich nun einem DNA-Test unterziehen. Es handelt sich um Bürger, die als Babys ihren Müttern weggenommen und in regimetreue Familien gegeben wurden. Mit dem DNA-Test soll die Abstammung der Verschleppten geklärt werden. Dies sei wichtig, damit die Justiz Strafverfahren gegen die Verantwortlichen führen könne, hieß es. Der Gesetzesentwurf war von der Regierung in Absprache mit Menschenrechtsorganisationen auf den Weg gebracht worden.

 

Die Oprah-Winfrey-Show wird 2011 eingestellt

Ist das Ende wirklich schon so nah? Nach 25 Jahren will die amerikanische Talkshow-Queen Oprah Winfrey einen Schlussstrich ziehen. Wie die Produktionsfirma jetzt bekannt gab, soll die berühmte "Oprah Winfrey Show" beim Sender ABC im Juni 2011 auslaufen. Fast alle US-Politiker und Showgrößen waren bei der farbigen Moderatorin schon zu Gast. Im vergangenen Jahr verdiente sie rund 275 Millionen Dollar. Nicht nur deshalb führte sie auch erneut die "Forbes"-Liste der einflussreichsten Prominenten an. Inzwischen hat Winfrey einen eigenen Fernsehsender gegründet. Ein kompletter Rückzug aus dem Rampenlicht ist also offenbar nicht geplant.

 

Magdeburg gründet Kinder-Zeitung

Die Zielgruppe ist sehr jung. Die Magdeburger Stadtverwaltung bringt heute erstmals eine Zeitung mit Namen "Klecks" heraus. Sie richtet sich an Kinder bis 14 Jahre und bietet Informationen zur Geschichte der Kinderrechte und über die Lebensumstände von jungen Leuten in anderen Ländern. Anlass sei der heutige 20. Jahrestag der Verabschiedung UN-Kinderrechtskonvention, hieß es. "Klecks" solle von nun an regelmäßig in Grundschulen und Freizeiteinrichtungen verteilt werden.

 

Urzeit-Krokodile in der Sahara gefunden

Die einen hatten Eckzähne wie Wildschweine, die anderen Schnauzen wie ein Enten-Schnabel. In der Sahara haben amerikanische Wissenschaftler Fossilien von fünf ausgestorbenen Krokodil-Arten ausgegraben. Die Funde sind nach Angaben der Paläontologen der Universität Chicago einige hundert Millionen Jahre alt. Damals hätten die verschiedenen Krokodile in der heutigen Wüstengegend in Flüssen und auf grünen Ebenen gelebt.

 

Verleger-Tochter Bauer übernimmt Deutschland-Geschäft ihres Vaters

Heinz Bauer hält offenbar große Stücke auf seine Tochter Yvonne. Der Verleger von Zeitschriften wie "Bravo" und "Maxi" will der 32-Jährigen einen Großteil des Inlandsgeschäfts übertragen. Dies sei Teil der Übergabe des Konzerns an die "Folgegeneration", hieß es. Zur Jahresmitte war Yvonne Bauer bereits in die Geschäftsführung aufgerückt. Zuvor war sie Vertriebschefin des Unternehmens.

 
 

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Sendezeit: 20.11.2009, 23:52

Kein Geld für Italiens antike Stätten, wohl aber für deren Virtualisierung

Sendezeit: 20.11.2009, 23:40

J.S.Bach/ Lothar Trolle "Die Oberhausener Johannes Passion" Regie: J. A. Rechi

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