Bei den Oscars ging Michael Haneke leer aus, jetzt könnte es wenigstens beim "Deutschen Filmpreis" klappen. Hanekes Film "Das weiße Band" wurde 13 Mal für die Auszeichnung nominiert, darunter in der Kategorie "Bester Film". Weitere Anwärterin auf den Preis ist die Regisseurin Maren Ade mit ihrem Film "Alle anderen". Auch Sherry Hormanns Produktion "Wüstenblume" steht auf der Auswahlliste.
Beyoncé Knowles hat schon viele Interviews gegeben, aber keines davon dem deutschen Magazin "Neon". Darauf legen die Manager der amerikanischen Sängerin Wert. "Neon" hat sich nun dafür entschuldigt, ein erfundendes Interview mit der Musikerin gedruckt zu haben. Auch Gespräche mit Christina Aguilera sowie den Rappern Snoop Doggy Dog und Jay-Z hätten nicht in der Realität stattgefunden. Alle Texte wurden zwischen 2004 und 2010 verfasst und zwar von ein- und demselben Autor. Die NEON-Chefredaktion teilte mit, sie habe die Zusammenarbeit mit dem Betreffenden beendet. Die Vorgänge seien in keiner Weise vereinbar mit den journalistischen und ethischen Maßstäben, nach denen die Redaktion arbeite.
Ein Boykott der Islamkonferenz würde den Muslimen schaden. Das ist jedenfalls die Einschätzung von Armin Laschet. Der nordrhein-westfälische Integrationsminister hat an die großen muslimischen Verbände appelliert, weiter in dem von der Bundesregierung initiierten Kreis mitzuwirken. Sie sollten die Chance zum Dialog nutzen, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Er sei zuversichtlich, dass die Verbände in den nächsten Tagen zu einer positiven Entscheidung kämen. - Die vier großen muslimischen Verbände hatten erneut die Entscheidung vertagt, ob sie im Mai an der Islamkonferenz teilnehmen.
Maria Kleivan erhält Morddrohungen. Die dänisch-norwegische Fotografin hat sich mit Bildern ihrer einjährigen Tochter Feinde gemacht. Auf den Fotos ist das Kind nach der Art verschiedener Diktatoren kostümiert, darunter Stalin, Mao und Hitler. Sie habe eine Menge hasserfüllter Anrufe und E-Mails bekommen, sagte die Künstlerin der Zeitung "Dagbladet". Es sei jedoch nicht ihr Ziel gewesen zu provozieren. Vielmehr habe sie zum Nachdenken anregen wollen, ob das Böse etwas sei, mit dem man geboren werde.
Schlechte Schulnoten in der Pubertät haben nicht unbedingt mit mangelndem Fleiß zu tun. Schuld daran könnten US-Forschern zufolge auch Veränderungen im Gehirn sein, genauer gesagt in der Region des Hippocampus. Diese ist besonders wichtig für das Gedächtnis. Wie die Wissenschaftler der "State University New York" im Fachmagazin "Science" beschreiben, vermehrt sich im Hippocampus während der Pubertät ein bestimmter Rezeptor-Typ. Er beeinträchtigt die Speicherung von Gedächtnis-Inhalten im Gehirn. Die Forscher fordern, man müsse über spezielle Lern- und Motivationsstrategien in der Schule nachdenken.
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Kulturtipps - Freitag, 19.03.2010 - 11.40 Uhr
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