Montag - Freitag · 6:30 | 7:30 | 8:30 | 9:30 | 10:30 | 11:30 | 14:30 | 15:30 | 16:30 Uhr
Samstag · 6:30 | 7:30 | 8:30 | 9:30 | 10:30 | 11:30 Uhr
Sonntag · 9:30 | 11:30 Uhr
"Es mangelt in Deutschland an der nötigen Sensibilität im Umgang mit Unesco Weltkulturerbestätten".
Das meint Kulturstaatsministerin Christina Weiss. Ihr geht es dabei nicht nur um den Erhalt und die Pflege des Denkmals selbst. Genauso wichtig, so Weiss, seien die Gesamtperspektive und die Umgebung. Damit ging sie auf die den Kölner Dom, Dresden und die Wartburg ein. In Köln beispielsweise haben die Pläne der Stadt, in den Sicht-Achsen des Doms Hochhäuser zu bauen, für erheblichen Streit gesorgt - das Baudenkmal wurde bereits auf die rote Liste des Welterbes gesetzt.
Wenn in der Lieblings-Fernsehserie bald mehr über Produkte als über die nervige Schwiegermutter getratscht wird, dann könnte das an den Plänen der EU-Kommission liegen.
Die Brüsseler Behörde hält es einem Richtlinienentwurf zufolge für ausreichend, wenn Fernsehsendungen die Schleichwerbung beinhalten am Anfang mit einem Hinweis versehen werden. Das berichtet die Agentur epd. Kein sogenanntes Product-Placement darf es weiterhin in Nachrichten, Dokumentarberichten und Sendungen zum politischen Zeitgeschehen sowie im Kinderprogramm geben. Die Richtlinie soll im Dezember verabschiedet werden, danach muss noch das Europaparlament darüber abstimmen.
Das iranische Kinder-Fernsehprogramm macht durch besonders fragwürdige Inhalte auf sich aufmerksam.
Schon morgens läuft dort ein Zeichentrickfilm zum Thema: "Wie werde ich ein Selbstmordattentäter?" Die Geschichte ist einfach. Die Familie eines palästinensischen Jungen wird von israelischen Soldaten umgebracht, und er schwört, sie zu rächen. Simpel gestrickt, doch sicher nicht ohne Wirkung.
Wer sagt, dass fünf Millimeter fast nichts sind, der täuscht sich.
In Österreich haben diese fünf Tausendstel Meter sogar einen Kulturstreit ausgelöst. Bei der Restaurierung einer Schiele-Zeichung hat ein Restaurator, um Knicke auf dem Bild verschwinden zu lassen, einfach fünf Millimeter abgeschnitten. Das österreichische Bundesdenkmalamt ist entsetzt, weil dadurch die Rezeptionsgeschichte des Werkes eliminiert wurde. Die Schuld gibt das Amt dem Direktor des Wiener Museums Albertina, der die Arbeit in Auftrag gegeben hatte. Was der zu den Vorwürfen sagt, ist nicht bekannt.
In Knaben- und Männerchören, da haben Frauen eigentlich nichts verloren, meinen manche.
Im bayerischen Windsbach wird den Männern dieses Refugium jetzt allerdings streitig gemacht. Der weltbekannte Knabenchor bekommt im eigenen Haus weibliche Konkurrenz. Unter dem Namen "junge Stimmen" ist dort ein Mädchenchor geplant - die Nachfrage ist groß, mehr als 40 Goldkehlchen haben sich schon angemeldet. Sollte das Projekt Erfolg haben, dürfen die Mädchen sogar in das Windsbacher Internat einziehen. Ein kleiner Trost für alle, denen das gar nicht passt: gesungen wird getrennt.