Angesichts der Sinnkrise der Gesellschaft ist die Kulturförderung wichtiger denn je.
Diese Überzeugung vertritt Klaus Zehelein, der Präsident des Deutschen Bühnenvereins. Der "Deutschen Presse-Agentur" sagte er, Kunst könne nie kostendeckend sein. Auch pochte er darauf, dass die Theater selbst subventioniert werden und nicht die Besucher durch preiswertere Eintrittskarten. Das könne nur jemand vorschlagen, der sich mit öffentlicher Kulturfinanzierung nicht ernsthaft befasst habe, sagte Zehelein in Richtung des Instituts der Deutschen Wirtschaft, von dem der Vorschlag kam. Kulturtempel müssten die Menschen in erster Linie mit einem guten Programm und nicht mit billigen Karten anlocken.
Auch diese Entscheidung dürfte in der "English National Opera" kaum für Ruhe sorgen.
Als Nachfolger für den zurückgetretenen künstlerischen Direktor Seán Doran wurde jetzt der bisherige Programmdirektor John Berry benannt. Mit Loretta Tomasi wird ihm eine administrative Leiterin zur Seite gestellt. Unter Doran konnte das hoch verschuldete Opernhaus durch einen Sponsor vorerst finanziell gerettet werden. Die Turbulenzen im Haus dürften weitergehen, denn im Raum steht noch immer die grundsätzliche Frage, ob London zwei staatlich geförderte Opernhäuser verträgt.
Tradition ist nicht alles.
Der Reclam-Verlag will im kommenden Jahr seinen Standort in Leipzig schließen und damit den Ort seiner Gründung im Jahre 1828 verlassen. Geschäftsführer Frank R. Max sagte, die Gesellschafter hätten sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Der Verlag hatte in Leipzig zuletzt nur noch vier Beschäftigte, am Hauptstandort in Stuttgart arbeiten 65 Menschen.
Für die "Frankfurter Allgemeine" ist es eine Mischung aus "Herr der Ringe" und "Harry Potter".
Das Blatt stört sich beim Film "Der König von Narnia" an der "Ausdruckslosigkeit" der Darsteller und an den vielen Spezialeffekten. Von Letzteren hingegen ist die "taz" nachgerade begeistert. Die Animation dieses Films habe "ein Niveau, das so noch nie zu sehen war". Die "Neue Zürcher Zeitung" mag die "naive Freude am Märchen", die die Verfilmung des Kinderbuchs von C.S. Lewis ausstrahle. Und die "Süddeutsche Zeitung" interpretiert den Film als Vision eines kämpferischen Christentums, wie es im "fundamentalistischen Amerika" von heute anzutreffen sei. Fast alle Kritiker sind sich aber in einem Punkt einig: Tilda Swinton ist als böse Hexe unwiderstehlich.
Für viel Geld kann man sich auch "Hollywood" kaufen.
Umgerechnet gut 380.000 Euro zahlte ein Bieter bei einer Auktion im Internet für den Original-Hollywood-Schriftzug, der 1923 über den Hügeln des Film-Viertels von Los Angeles angebracht wurde. Die bereits 1978 ersetzen 13-einhalb Meter hohen Blechbuchstaben waren allerdings nicht mehr vollständig erhalten. Für den Verkäufer eher ein Vorteil: In mehreren kleineren Auktionen brachte er auch noch abgebrochene Teile der Buchstaben unter die Leute.
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