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KULTURNACHRICHTEN
 

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Freitag, 09. Dezember 2005 11:30 Uhr

Mehrere Initiativen für Erhalt des Palastes der Republik

Der Widerstand gegen den baldigen Abriss des Palastes der Republik in der Mitte Berlins vergrößert sich.
Das Gebäude solle so lange erhalten bleiben, bis ein schlüssiges Gestaltungskonzept vorliege, wünscht sich das neu formierte "Bündnis für den Palast". Mehr als 10-tausend Unterschriften für ein Moratorium wurden gesammelt, um auch Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer zu überzeugen. Im Bundesfinanzministerium sind die Argumente für den vorläufigen Erhalt des Republik-Palastes auf offene Ohren gestoßen. Nach Angaben der "Berliner Zeitung" plädiert nun auch die Parlamentarische Staatssekretärin Barbara Hendricks dafür, das Licht in "Erichs Lampenladen" vorerst nicht auszuknipsen.

 

Markus Schächter als ZDF-Intendant wiedergewählt

Fast alle Mitglieder des Fernsehrates wollten, dass er bleibt.
Markus Schächter, Intendant des ZDF, erhielt bei seiner Wiederwahl in Mainz 60 von 61 abgegebenen Stimmen. Der 56-Jährige leitet den Sender seit 2002. Damals konnte er sich noch nicht über einen derart großen Zuspruch freuen. Nach parteipolitisch geprägtem Gerangel war Schächter erst im fünften Wahlgang an die Spitze des Senders gelangt.

 

Mailänder Scala macht wieder positive Schlagzeilen

Nach Streiks und dem spektakulären Rücktritt von Stardirigent Riccardo Muti macht die Mailänder Scala wieder positive Schlagzeilen.
Zwar wird das bei der Saisoneröffnung des Opernhauses dargebotene Mozart-Werk "Idomeneo" in den Feuilletons nicht vorbehaltlos positiv aufgenommen. Die "Frankfurter Allgemeine" und die "Salzburger Nachrichten" zollen aber der Arbeit des neuen Scala-Intendanten Stéphane Lissner Respekt. Er habe unter ungünstigsten Bedingungen die Befriedung des Hauses erreicht. Dem britischen Dirigenten Daniel Harding sei es gar gelungen, das Publikum in einen "Begeisterungstaumel" zu versetzen. Die "Neue Zürcher Zeitung" lobt die Sänger, sieht in der Inszenierung aber auch Defizite.

 

Istanbul bewirbt sich auch um Titel als "Kulturhauptstadt Europas 2010"

Istanbul will Essen und Görlitz Konkurrenz machen.
Die türkische Metropole bewirbt sich um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2010, die Unterlagen sollen in der kommenden Woche in Brüssel eingereicht werden. Fest steht bereits, dass es 2010 eine deutsche und eine ungarische Kulturhauptstadt geben wird. Istanbul kann sich dennoch Hoffnungen machen. Denn seit 1999 können sich auch Städte aus so genannten "europäische Drittländern" um den Titel bemühen.

 

Virtuelles Museum mit islamischer Kunst "eröffnet"

Das kulturelle Erbe der islamischen Kunst kann seit heute auch im Internet bestaunt werden.
Ein virtuelles Museum zeigt Schätze aus 14 Ländern Europas, Nordafrikas und des Nahen Ostens. Die dargestellte Zeitspanne reicht dabei von der Zeit der ersten muslimischen Dynastie ab dem Jahr 661 bis zum Ende des Osmanischen Reichs 1922. Initiator des Projekts ist die nicht-kommerzielle Organisation "Museum Ohne Grenzen". (www.discoverislamicart.org)