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Marbach ist um eine Attraktion reicher.
Denn in der Stadt am Neckar wurde am Mitag das neue Literaturmuseum der Moderne eröffnet. Direktor Ulrich Raulff sagte bei den Feierlichkeiten, damit werde das literarische Zentrum Deutschlands mit dem bereits bestehenden Schiller-Nationalmuseum und dem Deutschen Literatur-Archiv vergrößert. Der vom Bund und dem Land Baden-Württemberg finanzierte Neubau kostete rund 12 Millionen Euro. Die Zeitung "Die Welt" spricht von einem Glücksfall für Marbach und bescheinigt dem Architekten David Chipperfield, ihm sei einer der besten Museumsbauten der letzten Zeit gelungen. - Mehr zum Thema im Radio-Feuilleton nach 15 Uhr.
Er hat Bücher geschrieben, vor allem aber Texte illustriert.
Bekannt wurde Manfred Bofinger indes als jahrzehntelanger Mitarbeiter der ostdeutschen Satirezeitschrift "Eulenspiegel". Als Typograf hatte der gelernte Schriftsetzer dort begonnen, später arbeitete er als freier Grafiker, Karikaturist und Autor für das Blatt. Für seine Illustrationen in Büchern für Kinder und Erwachsene wurde er mehrfach ausgezeichnet. Im Dezember 2004 erlitt er einen Gehirnschlag und fiel ins Koma, aus dem er nicht mehr erwachte. - Wie der Eulenspiegel-Verlag miteilte, ist Manfred Bofinger gestern im Alter von 64 Jahren in Berlin gestorben.
"Einige Gebäude sind schwieriger zu lieben als andere."
So leitet die "New York Times" in ihrer heutigen Ausgabe ein Plädoyer für den vom Abriss bedrohten "Palast der Republik" in Berlin ein. Das ehemalige DDR-Parlamentsgebäude müsse von seinem psychologischen Balast befreit und seine Struktur als Rahmenwerk für neue Ideen genutzt werden, schlägt das Blatt vor. Das von vielen Menschen wegen seiner komunistischen Geschichte gehasste Haus sei nämlich dazu geeignet, zu zeigen, wie eine Gesellschaft in die Zukunft schauen könne, ohne sich von den sensibelsten Elementen ihrer Vergangenheit zu trennen.
Den Verfall von Sprache beklagen jetzt auch die Polen.
Der korrekte Gebrauch der Muttersprache werde immer seltener, beklagen jetzt Sprachforscher in Warschau. Vor allem in der Werbung und bei vielen Jugendlichen werde die komplizierte polnische Grammatik systematisch missachtet. Im religiösen Leben seien lediglich die Hirtenbriefe der evangelischen Kirche noch präzise formuliert. Ein Lob bekommt das Militär, das seine Dokumente in mustergültigem Polnisch verfasse. Mit dem Nachteil, dass Soldaten mit geringer Bildung die Regeln beim Lesen kaum verstünden.
Bei Lesungen macht sich Harry Rowohlt zum Einstieg erst einmal unbeliebt.
Nach dieser von ihm als "Anschleimphase" beschriebenen Begrüßung könne er den schlechten Eindruck dann langsam korrigieren, sagte der Autor und Übersetzer dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Als Beispiel nannte er einen Auftritt im norditalienischen Bozen, den er mit den Worten begonnen habe: 'So weit südlich habe ich noch nie gearbeitet. Die nächste Etappe wäre Windhuk'. Da seien alle stinksauer gewesen - was genau Rowohlts Kalkül entsprach.