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Donnerstag, 04. Mai 2006 11:30 Uhr

Architekten gegen Waldschlösschenbrücke

Jetzt melden sich auch noch die Architekten zu Wort. Nach Wissenschaftlern, Denkmalpflegern, Politikern und der UNESCO hat jetzt auch die Bundesarchitektenkammer die Pläne für den Bau der umstrittenen Waldschlösschenbrücke in Dresden kritisiert. Der Entwurf sei "dramatisch schlecht", sagte der Bundesgeschäftsführer. Die Kammer trete deshalb für einen bundesweiten Architektenwettbewerb für das Bauwerk ein, in dem die Einwände der UNESCO-Welterbekommission berücksicht werden müssten. Diese lehnt die Waldschlösschen-Brücke über das Elbtal ab, weil sie den Blick auf das Weltkulturerbe Dresden verstellen würde.

 

HRK: Föderalismusreform bringt Hochschulen erhebliche Einbußen

Die Förderung der Lehre im Zuge der Föderalismusreform auf die Länder zu übertragen, kann vielerorts eigentlich nur zu einer Katastrophe führen. Das meint der Sprecher der Universitäten in der Hochschulrektorenkonferenz HRK, Peter Hommelhoff. Im Deutschlandradio Kultur warnte er zudem auch vor Plänen, die Zahl der Studenten zu erhöhen. Sollten mehr Studenten an die Hochschulen gedrückt werden, ohne die Voraussetzungen hierfür zu schaffen, werde sich dies negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unis auswirken. In Greifswald beginnt heute die zweitägige HRK-Jahresversammlung, bei der es um die Lage der Hochschulen in Deutschland gehen soll.

 

Goethe-institut vor Strukturreform

Das Goethe-Institut steht auf dem Prüfstand. Fest stehe, dass künftig weniger Liegenschaften und mehr Programmangebote gebraucht würden. Das teilte Präsidentin Limbach nach einer Sitzung gestern Abend in Berlin mit und verwies darauf, dass ohne neue Finanzmittel des Bundes das gegenwärtige Institutsnetz vor allem in Europa nicht beibehalten werden könne. Zugleich müssten in den kommenden Jahren verstärkt andere geografische Schwerpunkte gesetzt werden, so etwa in Asien und im arabischen Raum. Einen Beschluss des Präsidiums zur Umstrukturierung gibt es aber nach den Worten von Frau Limbach noch nicht.

 

Internationale Kurzfilmtage beginnen in Oberhausen

Viele namhafte Regisseure haben ihre ersten Gehversuche in Oberhausen gemacht, darunter Roman Polanski und Wim Wenders. Heute beginnen dort zum 52. Mal die Internationalen Kurzfilmtage. Knapp 90 Beiträge konkurrieren bis kommenden Dienstag im deutschen und im internationalen Wettbewerb. Insgesamt wurden rund 5.800 Produktionen aus 90 Ländern eingesandt. Die wichtigste Auszeichnung, mit deren Verleihung das Festival zu Ende geht, ist der mit 7.500 Euro dotierte Große Preis der Stadt Oberhausen. Ein Sonderprogramm befasst sich mit dem Film im Spannungsfeld der Kulturen und der Politik im Nahen Osten.

 

Friedrich-Luft-Preis für die Inszenierung "Der Kick"

Ein ungewöhnliches Theaterprojekt ist in Berlin geehrt worden. Das Stück "Der Kick" wurde als beste Aufführung des Jahres 2005 mit dem Friedrich-Luft-Preis ausgezeichnet. Die Koproduktion des Maxim-Gorki-Theaters und des Theaters Basel, beschäftigt sich mit dem Fall eines in der Uckermark ermordeten Jugendlichen. So könne Theater einen Beitrag leisten, damit eine solche Tat nicht zum Alltag in Deutschland werde, hieß es in der Laudatio.

 
 

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