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Die umstrittene Rede des stellvertretenden Kulturstaatsministers Hermann Schäfer beim Kunstfest Weimar hat vorerst keine Folgen. Schäfer entschuldigte sich, Kulturstaatsminister Bernd Neumann äußerte ebenfalls sein Bedauern. Von einer Änderung der Gedenkstättenpolitik des Bundes, wie Kritiker es befürchteten, könne keine Rede sein. Monika Griefahn indes, die Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der SPD-Fraktion, forderte Schäfers Rücktritt. Ihm wird vorgehalten, er habe vor allem über Flucht und Vertreibung der Deutschen gesprochen, sei aber nicht auf Opfer von NS-Verbrechen eingegangen. Anlass seiner Rede war ein Gedenkkonzert für die Opfer des Konzentrationslagers Buchenwald.
So kam die "Heimat-Trilogie" zu einem vierten Teil. Dem Deutschen Depeschen-Dienst sagte Regisseur Edgar Reitz, er habe das Bedürfnis gehabt, sich von seinen Figuren auch filmisch zu verabschieden. Bei den gut 140 Minuten handelt es sich um einen Zusammenschnitt von nicht verwendeten Szenen aus Teil eins bis drei. "Heimat-Fragmente - die Frauen" heißt der Film; er wird bei der Biennale in Venedig am 2. September uraufgeführt.
Er galt als Mitbegründer der abstrakten Kunst im Deutschland der Nachkriegszeit. Jetzt erhält der 1999 verstorbene Emil Schumacher endlich sein Museum in Hagen. Heute wurde nach jahrelangem Ringen der Grundstein gelegt, in zwei Jahren soll das gut 26 Millionen Euro teure Gebäude eingeweiht werden. Zu sehen sein sollen dann mehr als 80 Ölbilder, dazu 200 Papierarbeiten und das grafische Werk.
Am 5. Oktober erfahren Fußballfreunde, was auf dem Zettel stand, den Jens Lehmann vor dem Elfmeterschießen gegen Argentinien zugesteckt bekam. Denn dann kommt Sönke Wortmanns Film über die deutsche Elf und die WM ins Kino. Der Regisseur durfte bei den Dreharbeiten alles: Er hatte Zutritt zu den Kabinen, er war bei Jürgen Klinsmanns Ansprachen dabei, er konnte jede Träne aufnehmen. Der Film heißt "Deutschland - ein Sommermärchen". Und er lüftet auch das Geheimnis um Lehmanns Zettel.
"Wer würde nicht gerne für Nike einen eigenen Sportschuh entwerfen?" Das fragt sich US-Rapper Eminem auf seiner Homepage. Bislang hatte der 33-Jährige seinen Namen nicht für Werbezwecke hergegeben - aber dieses Projekt dient ausschließlich wohltätigen Zwecken. Die 64 Paar Schuhe werden zugunsten seiner eigenen Stiftung für Jugendliche in Not versteigert, außerdem fließt Geld an die internationale Kinderhilfe "Ninemillion".
"Es ist merkwürdig, dass dieser eigenartige Ort, diese keusche, derbe Landschaft noch keinen wirklich großen Schilderer gefunden hat." So las man im Januar 1912 in den "Davoser Blättern". Kurz darauf erhielt das Schweizer Bergstädtchen einen weltberühmten Schilderer: Thomas Mann schrieb den Roman "Zauberberg". Weil darin viel gehustet und auch gestorben wird, hatten die Davoser aber laut "Neuer Zürcher Zeitung" einige Probleme damit, den Autor angemessen zu ehren. Das wurde jetzt nachgeholt: In Davos gibt es nun endlich einen "Thomas-Mann-Weg".