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Montag, 09. Oktober 2006 16:30 Uhr

Kulturstaatsminister spricht sich gegen Verkauf von Kulturgütern aus

"Einmal verkauftes Kulturgut ist in der Regel für die Öffentlichkeit unwiderbringlich verloren." Mit diesen Worten hat sich Kulturstaatsminister Bernd Neumann in Bonn gegen den Verkauf von Museumsstücken gewandt. Damit richtete sich Neumann sowohl gegen die Stadt Krefeld, die durch den Verkauf eines Monet-Gemäldes ihr Kunstmuseum sanieren möchte, als auch gegen die Veräußerung von Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe. Es werde sichergestellt, dass kein Kulturgut ins Ausland verkauft werde, kündigte Neumann an. Darin sei er sich mit der baden-württembergischen Landesregierung einig.

 

Grundsteinlegung für Holocaust-Mahnmal in Bukarest

Bis vor wenigen Jahren hat Rumänien noch bestritten, dass es während des Zweiten Weltkriegs in dem Land zu einem Völkermord an den Juden gekommen ist. Nun ist der Grundstein zu einem Holocaust-Mahnmal in der Hauptstadt Bukarest gelegt worden. Man sei entschlossen, zur eigenen Geschichte zu stehen, sagte Staatspräsident Traian Basescu bei den Feierlichkeiten. Der veränderte Blick auf die eigene Geschichte war erst nach dem Bericht einer internationalen Kommission unter Vorsitz von Nobelpreisträger Eli Wiesel entstanden. - Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten in Rumänien rund 800-tausend Juden. Etwa die Hälfte von ihnen wurde ermordet.

 

Mihkel Kütson gewinnt den Deutschen Dirigentenpreis

Mit seiner überzeugend-schlüssigen Interpretation eines Stücks von Maurice Ravel konnte Mihkel Kütson die Jury überzeugen. Wie der deutsche Musikrat bekannt gab, hat der 35-jährige Este den zum ersten Mal ausgelobten Deutschen Dirigentenpreis gewonnen. Im Finale in der Berliner Philharmonie setzte sich Kütson gegen seinen Landsmann Hendrik Vestmann und den Amerikaner Evan Christ durch. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.

 

Papst-Lehren werden auf Arabisch im Internet veröffentlicht

Den Papst gibt es jetzt auch auf Arabisch. Die Worte von Benedikt dem Sechzehnten bei den wöchentlichen Generalaudienzenen auf dem Petersplatz werden künftig übersetzt und im Internet veröffentlicht. Der Service richte sich sowohl an arabische Christen als auch an muslimische Migranten in Europa. Kürzlich war es zu Verstimmungen gekommen, als der Papst die islamkritischen Äußerungen eines mittelalterlichen Herrschers zitiert hatte.

 

Hollywoods Versionen ausländischer Filme enttäuschen zumeist

Für Martin Scorsese hat es funktioniert. Sein neuer Film "Departed", ein Remake des Hongkong-Mafia-Thrillers "Infernal Affairs", hat ihm am Wochenende in den USA sein bestes Premierenergebnis beschert. Aber im Trend liegt der Regisseur damit nicht. Amerikanische Remakes von europäischen oder asiatischen Filmen, so heißt es in einer Analyse in der britischen Zeitung "Telegraph", floppen meist an der Kinokasse. Das liege unter anderem daran, dass die Geschichte zu sehr in ihrer usrprünglichen Kultur verwurzelt sei. Bis auf wenige Ausnahmen sei das Original meistens einfach besser.

 
 

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