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Freitag, 03. November 2006 10:30 Uhr

Ex-Kulturstaatsminister kritisieren Haltung der Länder zu Berlin

Die ehemaligen Kultur-Staatsminister brechen eine Lanze für die Berliner Staatsoper Unter den Linden. Michael Naumann und Christina Weiss fordern ein verstärktes Engagement des Bundes, um das wegen der Berliner Finanznöte existenzgefährdete Haus zu erhalten. Naumann schlägt im 'Tagesspiegel' vor, die Staatsoper wieder aus dem - Zitat - "gut gemeinten, aber bislang nichtsnützigen" Verband der Opernstiftung herauszulösen. Dann könne sie unter der Obhut der 'Stiftung Preußischer Kulturbesitz' in Bundeshand übergeben werden. Ganz so weit will Christina Weiss nicht gehen. Eine Übernahme durch den Bund hält sie aus verfassungsrechtlichen Gründen für falsch. Stattdessen solle sich der Bund bei der Sanierung der Staatsoper stärker engagieren.

 

Kein Verkauf - Monet-Gemälde bleibt in Krefeld

Die Proteste haben Wirkung gezeigt: Das Gemälde von Claude Monet bleibt in Krefeld. Der dortige Stadtrat hat sich nach Angaben eines Sprechers einstimmig dagegen ausgesprochen, das Bild 'Das Parlamentsgebäude in London' des französischen Malers zu verkaufen. Die Stadt hatte überlegt, mit dem erwarteten Verkaufs-Erlös von etwa 20 Millionen Euro die Sanierung des Kaiser-Wilhelm-Museums zu bezahlen. Dies hatten Kunstexperten und Kulturpolitiker heftig kritisiert.

 

Spöttische Kommentare zu Gemälde-Posse in Baden-Württemberg

Günther Oettinger musste auf den Spott nicht lange warten. Die 'F.A.Z.' hatte gestern berichtet, dass die baden-württembergische Regierung für teures Geld das Bild 'Markgrafentafel' von Hans Baldung Grien kaufen will, obwohl es bereits seit Jahrzehnten im Besitz des Landes ist. Nun muss sich der Ministerpräsident einigen Hohn der Kommentatoren gefallen lassen. Von einer 'Lachnummer' spricht die 'Badische Zeitung' aus Freiburg. Die 'Süddeutsche Zeitung' nennt Oettingers Vorgehen stümperhaft. Erneut werde deutlich, dass der Ministerpräsident viel mache, aber nur wenig richtig. Das Bild sollte mit Hilfe von Spenden dem Markgrafenhaus Baden abgekauft werden. Die Aktion war Teil der Bemühungen um einen Vergleich zwischen Land und Adelshaus über Kulturgüter, deren Besitzverhältnisse umstritten sind.

 

Deutsche Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Londoner Tate-Gallery - Zahlungen an Kunsträuber?

Die altehrwürdige Tate-Gallery in London ist offenbar in das Blickfeld deutscher Fahnder geraten. Nach Angaben der britischen 'Times' hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main Ermittlungen gegen die Museumsleitung eingeleitet. Sie untersucht, ob die Tate-Gallery Zahlungen an serbische Hintermänner eines Kunstdiebstahls geleistet hat. Zwei Bilder des Malers William Turner waren vor zehn Jahren von dem Londoner Museum an die Kunsthalle Schirn in Frankfurt ausgeliehen und dort gestohlen worden. 2004 waren sie wieder aufgetaucht. Die Tate-Gallery bestreitet, dies durch Zahlungen ermöglicht zu haben.

 

Kate Moss erfolgreichstes britisches Model des Jahres

Trotz aller Skandale: Kate Moss ist das erfolgreichste britische Model des Jahres. Die 32jährige wurde bei Verleihung der 'British Fashion Awards' in London ausgezeichnet. Die Jury nannte sie eine "Mode-Ikone". Kate Moss war im vergangenen Jahr auf den Titelblättern der britischen Boulevardblätter beim Schnupfen von Kokain zu sehen. Auch wegen ihrer Liaison mit dem drogensüchtigen Independent-Rocker Pete Doherty schafft sie es immer wieder in die einschlägigen Gazetten.

 
 

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