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Die Medienberichterstattung über seine Jugend-Biografie hat Günter Grass als Vernichtungsversuch empfunden. Die Form der Kritik an seinem späten Eingeständnis als 17-Jähriger bei der Waffen-SS gewesen zu sein, habe ihn tief verletzt, sagte er der Deutschen Presse Agentur. Seine negativen Gefühle hat der Literaturnobelpreisträger jetzt in einem Lyrikband verarbeitet. In dem Buch 'Dummer August' bezeichnet er sich selbst als ein solcher. Damit habe er daran erinnern wollen, was den "armen Sündern" während der Inquisition wiederfahren sei. Die Berichterstattung der ausländischen Presse lobte Grass dagegen ausdrücklich: Diese sei viel differenzierter gewesen.
Was haben eine Kammersängerin und ein Entführungsopfer mit der deutschen Sprache zu tun? Die Sopranistin Edda Moser und die Österreicherin Natascha Kampusch wurden als 'Sprachwahrer des Jahres' ausgezeichnet. Moser wird für ihr 'Festspiel der deutschen Sprache' geehrt, Kampusch für ihre Wortgewandheit. Auserkoren werden die Wahrer des Idioms jährlich von den Lesern des Fachblatts 'Deutsche Sprachwelt'. Mit dem Titel wurden unter anderem bereits Papst Benedikt der Sechzehnte und der Dichter Reiner Kunze dekoriert.
Der Schriftsteller Jonathan Lethem hat sich eine besondere Form der Buchvermarktung ausgedacht. Er will die Filmrechte an seinem neuen Roman 'You Don´t Love Me Yet' verschenken. Wer das ungewöhnliche Präsent erhalten soll, wird der amerikanische Autor im Mai entscheiden. Ganz leer ginge Lethem dabei allerdings nicht aus. Sollte der Film tatsächlich poroduziert werden, bekäme er zwei Prozent des Budgets. In Deutschland erscheint das Buch Ende Mai unter dem Titel 'Du liebst mich, Du liebst mich nicht'.
Seine Bilder und Filme sehen oft aus, als habe er einen Damenstrumpf über die Linse gezogen. Jetzt will der britische Fotograf David Hamilton sein Archiv verkaufen. Die 1.000 Negative umfassende Sammlung soll Medienberichten zufolge rund 4,5 Millionen Euro kosten. Bekannt wurde Hamilton in den 70er Jahren mit weichgezeichneten erotischen Mädchenfotografien und dem Film 'Bilitis'. Der 73-Jährige beklagte sich übrigens, dass er keine Models mehr für seine Aufnahmen finde.
Der südafrikanische Häuptlingssohn Rolihlahla Mmela will keinen Feuerlöscher. So werden bei dem Stamm der Bapedi die Zweitfrauen genannt.Sein Volk könne nicht einfach kommen und eine andere Frau in seinem Haus abladen, nur weil das früher so gewesen sei, wehrte sich der Thronfolger. Der Tradition folgend ist er zu einer Zweitfrau verpflichtet, die sein Volk für ihn aussucht.Der 25-jährige Journalist kündigte an, eher auf den Thron zu verzichten.