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Samstag · 9:30 | 10:30 | 11:30 Uhr
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Bei einem Überfall auf einen christlichen Verlag in der türkischen Stadt Malatya sind drei Menschen getötet worden. Unter den Ermordeten sei auch ein Deutscher, teilten die lokalen Behörden mit. Mehrere Personen wurden verletzt. Die Polizei nahm unterdessen mehrere Verdächtige fest. In der Vergangenheit war das Verlagshaus nach eigenen Angaben mehrfach von türkischen Nationalisten bedroht worden. Diese werfen christlichen Missionaren vor, die Einheit des Landes zu untergraben. Der ebenfalls aus Malatya stammende armenisch-türkische Publizist Hrant Dink war Anfang des Jahres von einem Nationalisten in Istanbul ermordet worden.
Der Streit über die ägyptische Nofretete-Büste geht weiter. Jetzt macht sich auch die Organisation 'Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag' für einen Verleih der Figur an Ägypten stark. Die Skulptur stehe beispielhaft für den Umgang mit Kulturgütern aus dem Süden, erklärte der Verband. In ihrem Heimatland sei Nofretete inzwischen ein Symbol für die Ignoranz Deutschlands. Diese knüpfe an koloniale Verhaltensmuster an. Eine private Initiative hatte zuvor gefordert, die Skulptur zeitweise zurückzugeben. Das lehnt der Direktor des Ägyptischen Museums in Berlin, Dietrich Wildung, genauso ab wie die Bundesregierung.
Sich im Nachhinein von seinen eigenen Worten zu distanzieren, scheint derzeit in Mode zu sein. Jetzt entschuldigte sich der britische Rockmusiker Bryan Ferry für Äußerungen über seine Vorliebe zur nationalsozialistischen Ästhetik. In einem Interview mit der 'Welt am Sonntag' hatte er verraten, er finde die Aufmärsche der Nationalsozialisten während der Nazi-Zeit Zitat: "einfach großartig". Dass die Öffentlichkeit seinen Geschmack mit Befremden aufnahm, hat Ferry eigenem Bekunden zufolge bestürzt. Er erklärte jetzt, das Nazi-Regime und alles wofür es gestanden habe, sei grausam und verabscheuungswürdig. Seine Äußerungen seien einer kunstgeschichtlichen Perspektive entsprungen.
Der amerikanische Autor T.C. Boyle ist pessimistisch. Die Menschheit werde untergehen, schrieb der Schriftsteller in einem Beitrag für die Wochenzeitung 'Die Zeit'. Schon jetzt seien deutliche Zeichen zu sehen: Stammeskriege, Vertreibung von Flüchtlingen und ein Kampf um die Ressourcen. Schuld daran seien die Menschen selbst. Sie hätten die Natur durch ihre Technologie und ihre Gier schwer geschädigt. Auch die US-Regierung kommt schlecht weg. Deren Kürzung des Etats für Geburtenkontrollprogramme sei eine der kurzsichtigsten Maßnahmen. Das sei ein Trostpflaster für Ultrarechte und religiöse Fanatiker.
Die 'Deutsche Welle' startet einen eigenen Kanal beim Online-Portal 'Youtube'. Immer mehr Menschen suchten gezielt Filme im Internet, erklärte der Sender. Die Nutzer könnten jetzt Videos der 'Deutschen Welle' kommentieren und eigene Video-Antworten einstellen. Viele Medienunternehmen kritisieren 'YouTube', weil die Nutzer oft urheberrechtlich geschützte Inhalte ins Netz stellen.
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Kulturpresseschau - Aus den Feuilletons 12.02.2012
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Wien, Burgtheater, Kasino: Luis Buñuel "Der Würgeengel" Regie: Martin Wuttke
Sendezeit: 12.02.2012, 23:52
Péter Nádas über sein Opus magnum "Parallelgeschichten" - Buchpremiere in Berli
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