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KULTURNACHRICHTEN
 

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Mittwoch, 25. April 2007 15:30 Uhr

Leon de Winter kritisiert Medien wegen Berichterstattung über Israel

Die Israel-Berichterstattung der deutschen Medien kommt bei Leon de Winter nicht gut weg. Die israelische Politik werde von den Journalisten stärker wahrgenommen, als die in arabischen Ländern, monierte der niederländische Schriftsteller bei einer Gesprächsreihe des Magazins 'Der Spiegel' an der Universität Münster. Zugleich warb er um Verständnis dafür, dass Juden auf Israel-Kritik mit Antisemitismus-Vorwürfen reagierten. Man solle akzeptieren, dass, Zitat: "die meisten Juden paranoid sind", so de Winter. Die Familie des Autors überlebte den Holocaust in einem Versteck in den Niederlanden.

 

Verleger Wagenbach: Grass hat schon als junger Mann SS-Mitgliedschaft gestanden

Günther Grass hat seine Mitgliedschaft bei der Waffen-SS nicht bis ins hohe Alter verschwiegen. Das hat jetzt der Verleger Klaus Wagenbach festgestellt. Vor einigen Wochen seien ihm Interview-Aufzeichnungen mit Grass in die Hände gefallen, schreibt Wagenbach in einem Beitrag für die Wochenzeitung 'Die Zeit'. Daraus gehe hervor, dass der Literaturnobelpreisträger ihm gegenüber schon Anfang der 60er die Mitgliedschaft erwähnt habe. Der Verleger plante damals ein Buch über den Autor. Das Eingeständnis sei mit Sicherheit keine Äußerung nur ihm gegenüber gewesen, da die Interviews zur Veröffentlichung bestimmt gewesen seien, betonte Wagenbach. Grass war im vergangenen Jahr heftig dafür kritisiert worden, sich erst so spät zu seiner Zeit bei der Waffen-SS bekannt zu haben.

 

SWR: 10.000 Klicks im Internet auf "Islamisches Wort"

Mit dieser Zahl ist der Südwestrundfunk zufrieden. Nach Senderangaben ist das am Freitag erstmals im Internet verbreitete 'Islamische Wort' bisher rund 10.000 Mal aufgerufen worden. Damit sei das Angebot sehr gut angekommen, so der SWR. In dem Beitrag spricht der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, über Barmherzigkeit und Gnade. Das nächste 'Islamische Wort' wird am vierten Mai ins Internet gestellt.

 

Iranische Botschaft in Norwegen protestiert gegen Film '300'

Dieses Geschichtsbild will die iranische Botschaft in Norwegen nicht auf sich sitzenlassen. Sie forderte das Kulturministerium in Oslo auf, den Historienfilm '300' nicht mehr in den Kinos zu zeigen. Der Film sei Propaganda gegen das iranische Volk und versuche die Geschichte zu verfälschen, so die Auslandsvertretung. Ein norwegischer Historiker bestätigt, dass es der US-Film mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. In dem Film werde der Konflikt wie eine Auseinandersetzung zwischen der guten weißen Gesellschaft und der östlichen Sklaverei dargestellt, so der Wissenschaftler. Dabei habe sich das antike Persien nicht im Wesentlichen von anderen Reichen dieser Zeit unterschieden.

 

Ehrenpreis des Bayerischen Fernsehpreises an Frank Elstner

Er ist der Erfinder von "Wetten das...?". Jetzt erhält Frank Elstner den Ehrenpreis des Bayerischen Fernsehpreises. Der gebürtige Österreicher mit Luxemburger Pass sei ein kreativer Schöpfer und Moderator von Fernsehshows, heißt es in der Begründung. Der Nachwuchsförderpreis geht an die Schauspielerin Rosalie Thomass für ihre Rolle in 'Er sollte tot..' in der Krimi-Reihe 'Polizeiruf 110'. Die Gewinner in der Kategorie 'Blauer Panther' stehen noch nicht fest. Die Auszeichnungen werden am 25. Mai in München vergeben.