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KULTURNACHRICHTEN
 

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Donnerstag, 10. April 2008 14:30 Uhr

Mahnmal in Österreich erinnert an Rolle in der NS-Zeit

Ein Jahr lang soll an die düstere Vergangenheit erinnert werden. Eine Installation des Künstlers Marko Lulic beschäftigt sich seit heute auf dem Mexikoplatz in Wien mit der Rolle Österreichs im Nationalsozialismus. Das Mahnmal stellt sich gegen den Mythos, dass Österreich reines Opfer der NS-Diktatur gewesen sei. Die Skulptur ist eine dreieinhalb Meter hohe stählerne Zahl: 99,73. Heute vor 70 Jahren hatten die Österreicher in einer - allerdings unter Druck zustande gekommenen - Volksabstimmung mit 99,73 Prozent für den so genannten Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich gestimmt.

 

Weniger Einsendungen für Oberhausener Kurzfilmtage

Strengere Kriterien haben die Arbeit wieder handhabbar gemacht. Wie der Leiter der Oberhausener Kurzfilmtage, Lars Henrik Gass mitteilte, wurden in diesem Jahr 5.840 Beiträge für das Festival eingesandt. Gegenüber dem Vorjahr sei das ein Rückgang um 650 Filme. Dadurch sei eine bessere Bewertung und Auswahl möglich geworden, so Gass. Mit folgendem Ergebnis: Auf der Veranstaltung vom 1. bis 6. Mai werden 430 Filme und Videos gezeigt. Im Wettbewerb sind 132 Werke aus 47 Ländern.

 

Europaparlament möchte Mobilität von Künstlern verbessern

Künstler sollen mehr Reisefreiheit bekommen. Nach dem Willen des Europaparlaments wird es schon bald ein spezielles Visum für Künstler geben, das es ihnen ermöglicht, sofort in einem anderen Staat eine berufliche Tätigkeit aufzunehmen. Zur Begründung führten die Abgeordneten an, die Künstler könnten dann besser zur Verbreitung europäischer Werte, zur Erhaltung der kulturellen Vielfalt und zum interkulturellen Dialog beitragen.

 

Keine zeitgenössische Kunst in bulgarischen Museen

Zeitgenössische Kunst ist in bulgarischen Museen kaum zu sehen. Seit 20 Jahren gebe es keine Budgets für Neueinkäufe, beklagt die Vizedirektorin der Nationalgalerie in Sofia, Bisera Josifova. Das Finanzministerium habe seither jeden Antrag auf einen Etatposten für das Kulturministerium abgelehnt. Daher reiche der Bestand der staatlichen Museen nur bis zu den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Umgerechnet 150.000 Euro würden ihrer Meinung nach ausreichen, um die Museen auf dem Stand zu halten. Stattdessen würden zeitgenössische Werke von privaten Sammlern gekauft und dadurch für die Öffentlichkeit unzugänglich.

 

Antike Reiterstatue beim Kolosseum entdeckt

Diese Statue könnte die Kaiserloge des römischen Kolosseums geziert haben. Bei Ausgrabungen vor dem Amphitheater in der italienischen Hauptstadt entdeckten Archäologen das Fragment eines antiken Reiterbildnisses. Die Reste der Marmorskulptur bestehen aus der linken Hälfte des Reiters, Teilen des Zaumzeugs und einem Dolch. Sie befanden sich nur 50 Zentimeter unter dem heutigen Straßenpflaster.

 

Aus dem Ärger der Kölner soll ein Lied entstehen

Der Ärger der Kölner soll kanalisiert werden. Egal ob verspätete Bahnen, verdreckte Bürgersteige oder ewige Baustellen: Jeder Bewohner der Stadt kann jetzt im Internet sein Lieblingsärgernis vorschlagen. Aus den gesammelten Beschwerden werde dann ein Liedtext geschrieben, teilte der Landesmusikrat mit. Wer richtig sauer ist, kann am 20. September sogar im "Beschwerdechor" mitsingen. (www.beschwerdechor-koeln.de)