Montag - Freitag · 6:30 | 7:30 | 8:30 | 9:30 | 10:30 | 11:30 | 14:30 | 15:30 | 16:30 Uhr
Samstag · 6:30 | 7:30 | 8:30 | 9:30 | 10:30 | 11:30 Uhr
Sonntag · 9:30 | 11:30 Uhr
Für Deutschlands Kinobetreiber ist "Batman" zur Zeit noch ein Puzzlespiel. Der Grund: Der Filmkonzern Warner liefert die Kopien von "The Dark Knight" vor der Premiere in kleinen Teilstücken aus, die an verschiedenen Tagen bei den Kinos eintreffen. Damit will das Unternehmen illegale Raubkopien verhindern, die später im Internet das Geschäft verderben könnten. In den USA ließ das Unternehmen bereits Kinobesucher nach Videokameras durchsuchen. Auch in Australien betrieb Warner einigen Aufwand. Bei der dortigen Premiere stattete das Unternehmen Mitarbeiter mit Nachtsichtgeräten aus, um das Publikum während der Vorstellung zu beobachten.
Woody Allen kommt bei vielen Gesprächen nicht mehr hinterher. Der 72-jährige Regisseur sagte in einem Fernseh-Interview, häufig kämen Passanten auf ihn zu und sagten: "Ich habe Ihren Film im Fernsehen gesehen. Und ich habe die Szene mit der Frau und dem Polizisten gemocht." Er selbst denke dann: "Welche Szene zum Teufel?" Seine alten Filme habe er ziemlich vollständig vergessen. Allen bereiten seine Erinnerungsschwierigkeiten kein Kopfzerbrechen. "Meine Filme gehören in die Öffentlichkeit und sie kann damit machen, was sie will."
Mit dieser Situation wollen sich viele Chefredakteure in Deutschland nicht zufrieden geben. Kurz vor Beginn der Olympischen Spiele haben sie ihre Forderung nach freien Arbeitsmöglichkeiten für ihre Mitarbeiter bekräftigt. ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", jeder habe gewusst, dass die Spiele in ein Land mit diktatorischen Auswüchsen vergeben würden. FAZ-Herausgeber Berthold Kohler kritisierte die Zensur der Druckausgabe seiner Zeitung. Dies sei ein "Schlag gegen die Pressefreiheit", der auch nach dem Ende Spiele seine Wirkung behalte.
Christian von Borries hält nichts von einer Gewerkschaft für Komponisten. Der Musiker sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", er habe kein Verständnis für Kollegen, die auf diesem Weg ein strenges Urheberrecht durchsetzen wollten, um höhere Einnahmen aus früheren Tonaufnahmen zu erzielen. Mit Tonträgern sei heute kein Geld mehr zu verdienen, sagte von Borries. Strengere Gesetze für den Umgang mit Musik im Internet würden der Kunst mehr schaden als nutzen. Fremde Werke zu benutzen, sei eine "uralte Kulturtechnik". "Man bezieht sich auf etwas, man verändert es, man macht etwas Neues daraus."
Eigentlich mag Salmon Rushdie den Gedanken nicht, ein fremdes Buch verbieten zu lassen. Dennoch hat der britische Autor jetzt Kontakt zu einem Anwalt aufgenommen. Ein ehemaliger Leibwächter Rushdies hat ein Buch veröffentlicht, in dem der Dichter als Geizhals dargestellt wird. So habe Rushdie der Polizei die Übernachtung seiner Leibwächter im eigenen Haus in Rechnung gestellt. All das sei ein Strauß bunter Lügen, sagte Rushdie der BBC. Vielmehr sei es der Wunsch der Behörden gewesen, für die Übernachtung der Beamten aufzukommen. Er selbst habe seine Beschützer immer sehr höflich und zuvorkommend behandelt.
Nachrichten
per Service-Telefon:
0221 - 345 29911
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandradio Kultur
Vatikan bestätigt Festnahme des päpstlichen Kammerdieners
Sendezeit: 26.05.2012, 17:19
Medwedew einstimming zum neuen Parteichef gewählt
Sendezeit: 26.05.2012, 17:16
Blutbad in Syrien, Opposition fordert Eingreifen d. Vereinten Nationen
Sendezeit: 26.05.2012, 17:13
dradio-Recorder
im Beta-Test: