Roberto Saviano wird nicht unter den Premierengästen sein, wenn in Berlin sein Theaterstück "Gomorrha" in der Volksbühne gezeigt wird. Der Autor könne aus Sicherheitsgründen nicht kommen, sagte der Direktor des Italienischen Kulturinstituts Berlin, Angelo Bolaffi. Das Stück basiert auf Savianos Tatsachenroman über die Verbrechensorganisation Camorra und soll in der Hauptstadt beim Italienischen Theaterherbst gezeigt werden. - Die Camorra bedroht den Schriftsteller mit Mord.
Wenn die Hauptschule ihre Ziele nicht erreicht, muss sie abgeschafft werden. Das fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft angesichts von Plänen der Kultusministerkonferenz, die Englisch- und Mathematiktests in der Schulform auszusetzen. Die Nachrichtenagentur dpa hatte über eine Beschlussvorlage der Konferenz berichtet, die einen Stopp der bundesweiten Lernstandserhebungen vorsieht, weil ein Großteil der Schüler die vereinbarten Mindestniveaus nicht schafft.
Seit einem Jahr ist Patriarch Pavle schon im Krankenhaus, doch die Bischöfe der Serbisch-orthodoxen Kirche scheuen sich vor einem personellen Neuanfang an ihrer Spitze. Die Vollversammlung hat das Rücktrittsgesuch des 94-jährigen Kirchenoberhaupts abgelehnt. Man habe Pavle gebeten, weiter im Amt zu bleiben, teilte die Glaubensgemeinschaft mit. Hintergrund ist ein Machtkampf um den zukünftigen Kurs der Kirche. Wichtigste Frage ist dabei die Haltung der Kirche zum Kosovo.
Offenbar gibt es in Russland doch noch eine unabhängige Kritik. Denn anders als offizielle Kulturträger verbreitet die Nachrichtenagentur Fontanka einen totalen Verriß des von der Regierung mitfinanzierten Films "Tschuschije", zu deutsch "Der Fremde". Die Geschichte über ein Ärzteteam in einem arabischen Kriegsgebiet sei naiv, entbehre jeder Logik und erzeuge die Atmosphäre eines neuen Kalten Krieges, heißt es in einer per Internet verbreiteten Meldung. Das umgerechnet zehn Millionen US-Dollar teure Werk von Regisseur Juri Grymow prangere Amerika als dumme, abgestumpfte Nation an, die das Denken verlernt habe - ganz so, wie früher Hollywood-Schinken die Russen darstellten.
Wer weiter bei dem Unternehmen bleiben will, muss die Umzugskartons packen. Der private Fernsehsender Sat.1 verlagert seinen Sitz von Berlin nach München. Wie der Betriebsrat bestätigte, wurde die Entscheidung heute auf einer außerordentlichen Mitarbeiterversammlung bekannt gegeben. Die 350 betroffenen Beschäftigten sollen ein Angebot in München oder eine Abfindung erhalten. Im gesamten Konzern der Sendergruppe ProSiebenSat.1 Media werden 225 Stellen abgebaut.
Es geht um den Schutz von Filmen, die ein bedeutendes Kulturgut sind. So begründet das Deutsche Filminstitut, warum es den Vertrieb von rund 3.500 Filmen aus der Konkursmasse der Kirch-Gruppe übernimmt. Dazu gehören Western wie "High Noon" und "Rio Grande" ebenso wie Hans Werner Geissendörfers Heimatfilm "Der Sternsteinhof". Man habe eine Vereinbarung mit dem Insolvenzverwalter des Unternehmens getroffen, teilte das Institut mit. Kopien der Filme sollen an Kinos und Festivals verliehen werden.
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Kulturtipps - Dienstag, 09.02.2010 - 19.20 Uhr - Fazit
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Franziska Steiof vor der UA ihre Stücks "Undine, die kleine Meerjungfrau
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Unser Land - Leben in Iqaluit, im Nordosten Kanadas
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