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Der Selbstmord des Unternehmers Adolf Merckle erinnert an ein Shakespeare-Drama. So hat es Burkhard Spinnen im Deutschlandradio Kultur formuliert. Merckles Tod, so der Schriftsteller, erscheine wie ein Vorgang aus einer alten Zeit, in der die Konsequenz eines schweren Scheiterns noch der Freitod gewesen sei. Merckle habe grundsätzlich dem Idealtypus eines schwäbischen Unternehmers entsprochen. Dieser denke dynastisch und sehe sich im Dienst für Region und Familie. Ein Verkauf des Unternehmens sei damit nichts weniger als das Grauen, meinte Burkhard Spinnen. Merckles Tod sage weniger über die konkrete Person des Adolf Merckle aus als über die ganz allgemeine Tragödie eines Unternehmers "M.", der in der Übergangszeit von der alten Realwirtschaft zu der neuen Finanzwirtschaft gescheitert sei.
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