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Deutsche Medien drücken sich vor brisanten Themen

Die deutschen Medien sparen unangenehme und brisante Themen gerne einfach aus. Das ist die Überzeugung der "Initiative Nachrichtenaufklärung", kurz INA. Sie beklagt, dass aus Geldgründen immer weniger recherchiert werde und bringt jedes Jahr eine "Top Ten" vernachlässigter Themen heraus. 2008 zählten dazu die verdeckte Werbung der Pharmaindustrie im Internet oder die tatsächlichen Gefahren der Uran-Munition. An Platz eins nennt die INA das Thema "Zu viele Straftäter in der Psychiatrie". Dies liege nicht an einem Anstieg psychisch kranker Angeklagter, sondern an einer veränderten Spruchpraxis der Richter, die zu zweifelhaften Einweisungen führe. Darüber zu berichten hieße, so die INA, die Täter auch als Opfer darzustellen. Davor aber scheuten die Medien sich offenbar. Die INA ist ein Projekt der Universitäten Dortmund und Bonn. In der Jury sitzen Journalisten und Wissenschaftler.

 

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