"Die Diskussion um den Hessischen Kulturpreis ist bedauerlich." Das findet der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber. Nach der Aberkennung der Auszeichnung für den muslimischen Schriftsteller Navid Kermani sollten auch die christlichen und jüdischen Preisträger auf die Ehrung verzichten, forderte Huber in Berlin. Bei einer genauen Lektüre des umstrittenen Texts von Kermani müsse man zu dem Eindruck kommen, dass der Autor eine bemerkenswerte Offenheit für Aussagen der christlichen Theologie an den Tag lege, die man nicht bei jedem muslimischen Gesprächspartner finden werde. - Der katholische Kardinal Lehmann und der frühere evangelische Kirchenpräsident Peter Steinacker hatten Kermani vorgeworfen, er habe sich abwertend über die christliche Theologie rund um den Tod Jesu am Kreuz geäußert.
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Kulturpresseschau - Aus den Feuilletons
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