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Die Kritik an der Aberkennung des Hessischen Kulturpreises für Navid Kermani reißt nicht ab. Jetzt hat auch Kirchentagspräsidentin Karin von Welck ihren Unmut geäußert. Bei der Eröffnungspressekonferenz des Evangelischen Kirchentages in Bremen, erklärte sie, die Aberkennung sei unverständlich. Die vermeintlich fundamentalen Angriffe auf das Kreuz seien eine beeindruckend kluge Auseinandersetzung mit der christlichen Kreuzestheologie. Diese Intoleranz gegenüber dem offenen Dialog zeige jedoch, welch einen weiten Weg man noch vor sich habe. Zu dem Protestanten-Treffen werden rund 100-tausend Teilnehmer erwartet.
Die Bauten von Norman Foster sind nicht nur schön, sondern auch funktional und umweltschonend. Das findet die Jury des Prinz-von-Asturien-Preises und zeichnet den Architekten dafür in der Kategorie Künste aus. Der 73-Jährige sei ein Architekt des globalen Zeitalters und spiele in einzigartiger Weise mit Raum, Licht und Materie, heißt es weiter. Der Brite Foster entwarf unter anderem die Glaskuppel des Reichtags in Berlin. Die Prinz-von-Asturien-Preise sind mit je 50.000 Euro dotiert und werden jährlich in acht Sparten vergeben. Sie gelten als spanische Nobelpreise. Übergeben werden sie im Herbst von Thronfolger Felipe.
Er war schon für so manchen Spitzenjob im Gespräch. Jetzt wird Alexander Pereira neuer Intendant und künstlerischer Leiter der Salzburger Festspiele. Die Entscheidung gab das Kuratorium des renommierten Musik- und Theaterfestivals bekannt. Der 61-Jährige gebürtige Wiener steht seit 18 Jahren an der Spitze der Züricher Oper. Bei den Salzburger Festspielen folgt er Jürgen Flimm nach, der im September 2010 Intendant der Berliner Staatsoper unter den Linden werden soll. Pereira setzte sich damit gegen Pierre Audi und Stéphane Lissner durch.
"Damals fühlte ich mich, als würde ich selbst Teil des Weltraums." So erinnert sich der Physiker Alexander Gerst an seine Kindheit, als sein Großvater als Funkamateur seine Worte ins All schickte. Seitdem habe ihn der Weltraum fasziniert. Jetzt darf der junge Forscher aus Baden-Württemberg selbst ins All: Die Europäische Raumfahrtagentur ESA hat ihn und fünf weitere junge Europäer in ihr Astronautenkorps aufgenommen. Die anderen Neulinge im Team kommen aus Italien, Dänemark, Frankreich und Großbritannien.
Beschäftigte in der Kulturbranche dürften diese Meldung mit Interesse vernehmen. Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf gebilligt, wonach Beschäftigte in diesem Bereich leichter Arbeitslosengeld erhalten sollen. So müssen die Betroffenen künftig in den zwei Jahren vor Beginn der Erwerbslosigkeit nur sechs Monate in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben. Bislang mussten sie zwölf Monate an Versicherungszeit nachweisen. Vorausseztung ist allerdings, dass die Beschäftigungsverhältnisse der Betroffenen überwiegend auf sechs Wochen befristet sind und sie pro Jahr nicht mehr als 30.240 Euro verdienen.
Auch die Stadt Frankfurt am Main will das Suhrkamp-Archiv halten. Derzeit stimme man sich eng mit der hessischen Landesregierung und der Goethe-Universität ab, um dem Suhrkamp-Verlag ein Angebot unterbreiten zu können, sagte Kulturdezernent Felix Semmelroth im Deutschlandradio Kultur. Man sei jedenfalls im Gespräch und jederzeit bereit zu konkreten Verhandlungen mit dem Verlag. Die Bemühungen richteten sich aber nicht gegen das Literaturarchiv in Marbach. In den vergangenen Tagen hatte dieses Interesse an einer Übernahme gezeigt. Der Suhrkamp-Verlag will noch in diesem Jahr nach Berlin umziehen. Dies hatte zu Spekulationen über den künftigen Verbleib der Dokumentensammlung gesorgt.
Der Deutsche Kulturrat sorgt sich um die Europäische Kulturhauptstadt 2010. Der Stadt Essen und dem Ruhrgebiet fehle nicht nur das Geld, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann. Man vermisse in der letzten Vorbereitungsphase auch eine bundesweite Ausstrahlung und Beachtung. Zimmermann forderte Bund und Länder auf, sich der Bedeutung des Ereignisses bewusster zu werden.
1.100 Quadratmeter. So groß ist die Dachfläche, die bei dem Großbrand der Berliner Philharmonie vor einem Jahr zerstört wurde. Jetzt haben die Reparaturarbeiten an der zeltartigen Aluminium-Konstruktion begonnen. Bei dem Feuer, das durch Schweißarbeiten ausgelöst wurde, brannte ein Viertel des Daches ab. Die Fläche wurde anschließend provisorisch mit Bitumen-Bahnen abgedichtet. Bis zum Beginn der neuen Spielsaison Ende August sollen die Reparaturen abgeschlossen sein.
Der Streit zwischen Jürgen Klinsmann und der 'taz' über ein satirisches Bild geht in die Verlängerung. Wie die 'tageszeitung' meldete, zieht der frühere Trainer des FC Bayern jetzt vor das Oberlandesgericht München. Damit geht er weiter gegen eine Fotomontage vor, die ihn als Christus am Kreuz darstellt. Klinsmann sieht sich dadurch in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt. Vor dem Landgericht München unterlag er bereits. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass es sich um eine Satire handele und eine reale Kreuzigung des Antragsstellers überhaupt nicht im Raum stehe. Vielmehr werde der berufliche Niedergang Klinsmanns in symbolischer Weise dargestellt, so das Gericht.
Wer in ländlichen Gebieten wohnt, muss möglicherweise bald auf seine lokale Tageszeitung verzichten. Bei einer Anhörung im Landtag in Düsseldorf zeichneten Medienexperten ein düsteres Bild und warnten vor "zeitungsfreien Zonen". Bereits heute sei zu beobachten, dass zum Beispiel der WAZ-Konzern sich aus unrentablen Gebieten zurückziehe, sagte der Wissenschaftler Horst Röper vom Formatt-Institut aus Dortmund. Dabei seien bislang die Tageszeitungen die einzigen gewesen, die flächendeckend eine lokale, journalistische Infrastruktur unterhalten hätten.
Christa Wolf und Günter Grass sind schon vielfach geehrt worden. Jetzt wurden die beiden Schriftsteller zu Ehrenpräsidenten des P.E.N.-Zentrums Deutschland ernannt. Sie gehörten nicht nur zu den bedeutendsten Literaten des Landes, sondern engagierten sich stets für eine solidarische Gesellschaft, hieß es in einer Mitteilung. Bei ihrer Jahrestagung in Görlitz bestätigte der Schriftstellerverband zudem Johano Strasser als Präsidenten, der Autor Herbert Wiesner wurde zum Generalsekretär gewählt.
"Mein schönstes Gedicht? Ich schrieb es nicht. Aus tiefsten Tiefen stieg es. Ich schwieg es." Auch wenn Mascha Kaléko ihr schönstes Gedicht nicht als Text verfasste - ihre Lyrik wurde größtenteils veröffentlicht. Anders sieht es dagegen mit ihren Briefen aus. Der Deutsche Taschenbuch Verlag sucht nun unbekannte Kassiber der Schriftstellerin, die bislang nicht in einschlägigen Archiven vorliegen. Er plant eine kommentierte Edition sämtlicher Werke und aller auffindbaren Briefe.
Für Katarina Witt ist die Theaterbühne nach eigenem Bekunden als Anfängerin mindestens so glatt wie für andere das Eis. Die zweifache Olympiasiegerin im Eiskunstlauf ist bei den diesjährigen 'Jedermann'-Festspielen in Berlin in der Rolle der Buhlschaft zu sehen. Das Festival findet bereits zum 23. Mal statt; in den vergangenen Jahren standen Mariella Ahrens und Jenny Elvers-Elbertzhagen auf der Bühne.
Ob die internationale Kritik geholfen hat? Die Militärjunta in Birma hat erstmals Journalisten die Teilnahme am Prozess gegen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi gestattet. Am dritten Verhandlungstag ließ das Informationsministerium fünf ausländische Korrespondenten und fünf Lokalreporter sowie ausländische Botschafter zu. Der Prozess im Gefängnis Insein in Rangun fand bislang unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Aus dem Ausland gab es dagegen zunehmend Proteste.
"I have a dream" - "Ich habe einen Traum". Dieser berühmte Satz ist bald auch im Kino zu hören. Steven Spielberg will das Leben des schwarzen Bürgerrechtlers Martin Luther King verfilmen, nachdem er jetzt die Filmrechte an der Lebensgeschichte Kings erworben hat. Er und sein Team seien sehr geehrt, die Gelegenheit zu bekommen, diese entscheidenden historischen Ereignisse zu erzählen, erklärte der Regisseur in einer Mitteilung. Martin Luther King war 1968 im Alter von 39 Jahren auf dem Balkon eines Hotels erschossen worden. Die Nachricht führte zu schweren Rassenunruhen in vielen amerikanischen Städten.
An der Pariser Sorbonne wird wieder studiert. Dozenten, Studierende und Mitarbeiter der Universität haben beschlossen, nach vier Monaten ihre Blockade gegen die Reformpläne der Regierung aufzugeben. Ab Montag sind wieder Vorlesungen geplant und im Juni sollen Abschlussprüfungen geschrieben werden. Ähnlich entschieden zwei weitere Pariser Unis. Damit wird noch an sechs Hochschulen in Frankreich gestreikt. Auslöser der Proteste sind Pläne, wonach die Unis autonomer werden und sich verstärkt privat finanzieren sollen.
Frankreich macht seinem Ruf als cinephile Nation weiter alle Ehre. Im europäischen Vergleich gehen die Franzosen am häufigsten ins Kino. Nach Angaben des Nationalen Zentrums für Cinematographie löste jeder Bürger im vergangenen Jahr im Durchschnitt 3,2 Eintrittskarten. Deutschland kann da mit 1,6 Kinobesuchen pro Einwohner nicht mithalten. Überhaupt scheint es der französischen Filmindustrie derzeit gut zu gehen. Die Zahl der verkauften Tickets stieg um 6,7 Prozent im Vergleich zu 2007. Und dank der Erfolgskomödie "Willkommen bei den Sh'tis" war der Anteil der französischen Filme dabei so hoch wie seit 25 Jahren nicht mehr.
Dieses Dokument war über 200 Jahre verschollen. Die Rede ist vom politischen Testament von Ludwig XVI. Der französische Sammler Gérard Lhéritier will das Schriftstück jetzt einem Liebhaber in den USA für mehrere Millionen Euro abgekauft haben. Das verriet er der Zeitung 'Le Figaro'. Lhéritier ist Vorsitzender der Gesellschaft Aristophil, die alte Schriftstücke sammelt und bewahrt. Das Schriftstück mit dem Titel 'Erklärung an alle Franzosen' war trotz seines Verschwindens inhaltlich bekannt, da mehrere Abschriften extistieren.
Dieses Gedicht hat Bob Dylan noch mit seinem alten Namen unterzeichnet. Bobby Zimmermann steht auf dem handgeschriebenen Text aus den 50er Jahren, der demnächst bei Christie´s versteigert werden soll. Das Auktionshaus hofft, dafür bis zu 15.000 US-Dollar zu bekommen. Christie´s zufolge soll es ein recht düsteres Gedicht sein, das von der Ermordung eines Hundes handelt.
Badeanzüge sind eine ernste Angelegenheit. Zumindest für den Schwimm-Weltverband FINA. Er setzte jetzt klare Grenzen beim Material der Schwimmer-Bekleidung. So darf der Stoff künftig nicht dicker als ein Millimeter sein, den Auftrieb nicht übermäßig erhöhen und er muss direkt auf der Haut liegen. Zehn Modelle wurden bereits verboten. Mit dem Schritt will der Verband verhindern, dass einzelne Athleten im Wettbewerb zu stark von ihrem Badeanzug profitieren. Der deutsche Schwimmsportler Helge Meeuw ist dennoch skeptisch: Für echte Waffengleichheit müsse es weitere Schritte geben.
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Vatikan bestätigt Festnahme des päpstlichen Kammerdieners
Sendezeit: 26.05.2012, 17:19
Medwedew einstimming zum neuen Parteichef gewählt
Sendezeit: 26.05.2012, 17:16
Blutbad in Syrien, Opposition fordert Eingreifen d. Vereinten Nationen
Sendezeit: 26.05.2012, 17:13
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