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KULTURNACHRICHTEN
 

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Montag, 19. Oktober 2009 16:30 Uhr

Höchstdotierter Preis der Welt nicht vergeben

Keiner erfüllt die Kriterien - deshalb wird der Mo-Ibrahim-Preis in diesem Jahr nicht verliehen. Mit ihm werden seit 2007 demokratisch gewählte Staats- und Regierungschefs afrikanischer Staaten ausgezeichnet, die sich um ihr Land verdient gemacht haben. Die Stiftung des Milliardärs Ibrahim teilte in London mit, eine Jury habe zwar elf Kandidaten ins Auge gefasst, doch seien sie letztlich als nicht "würdig" genug erschienen. Mehr Details wurden aber nicht mitgeteilt. Vorsitzender der Jury ist der frühere UNO-Generalsekretär Kofi Annan. Der Mo-Ibrahim-Preis ist für Einzelpersonen der höchstdotierte der Welt. Jeder Gewinner erhält fünf Millionen US-Dollar und nach zehn Jahren eine jährliche Rente von 200.000 Dollar. Weitere zwei Millionen Dollar können für soziale Zwecke gespendet werden.

 

Neue archäologische Funde auf ICE-Trasse Erfurt Leipzig

Die entstehende ICE-Trasse von Erfurt nach Leipzig entpuppt sich als wahre Fundgrube. Wieder haben Archäologen historisch bedeutsame Funde gesichert. Nach Angaben des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäolgie Sachsen-Anhalt handelt es sich um hunderte Siedlungen und Gräber aus der frühen Bronzezeit. Die Funde gäben Aufschluss darüber, wie die Menschen in der Zeit zwischen etwa 2800 bis 1600 vor Christus gelebt hätten. Seit über einem Jahr untersuchen acht Grabungs-Teams eine rund 100 Hektar große Fläche in der Nähe von Halle.

 

Morddrohungen gegen türkischstämmige Autorin Seyran Ates

"Die Fragen, die sie aufwirft, werden durch brutale Drohungen nicht unterdrückt werden können." Da ist sich der Ullstein-Verlag sicher. Er teilte mit, dass sich seine Autorin Seyran Ates komplett aus der Öffentlichkeit zurückziehen werde. Grund seien Morddrohungen, die sie nach dem Erscheinen ihres neuen Buches "Der Islam braucht eine sexuelle Revolution" bekommen habe. Nach Angaben von Ullstein befinden sich Frau Ates und ihre Familie in unmittelbarer Gefahr. Seyran Ates ist Frauenrechtlerin und Mitglied der deutschen Islamkonferenz. Sie wurde in der Türkei geboren.

 

Neue Internetseite über Atommüllager Asse

Was passiert eigentlich mit Asse? Darüber will das Bundesamt für Strahlenschutz künftig ausführlicher informieren und hat eine Internetseite über das Atommüllager eingerichtet. Die Behörde teilte mit, die Seite biete einen Rundgang und zum Einstieg mehrere Kurzfilme. Über ein Zusatzmodul könnten außerdem die Messwerte der Umwelt-Radioaktivität abgefragt werden. In dem ehemaligen Berwerk bei Wolfenbüttel lagert seit etwa 40 Jahren radioaktiver Müll. Immer wieder wird kritisiert, das Lager sei nicht sicher.

 

Fachhochschul-Absolventen schneiden schlechter ab

Absolventen von Fachhochschulen schneiden schlechter ab als ihre Kommilitonen an Universitäten. Das hat das Statistische Bundesamt ermittelt. Im Prüfungsjahr 2008 hätten an Fachhochschulen mehr als 30 Prozent der Studenten mit "befriedigend" oder schlechter abgeschlossen. An Universitäten seien es nur etwa 20 Prozent gewesen. Warum das so ist, teilten die Statistiker nicht mit.