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"Bunte"-Chefredakteurin Riekel weist Spionagevorwürfe zurück - Privatleben von Politikern kann wichtig für die Öffentlichkeit s

"Die Moral eines Politikers hat durchaus Auswirkungen auf unser Leben." Mit diesen Worten hat "Bunte"-Chefredakteurin Patricia Riekel die Recherche ihrer Zeitschrift über das Privatleben führender Politiker begründet. Wenn einer behaupte, die Familie sei ihm heilig, aber seit sechs Jahren eine Affäre führe und ein uneheliches Kind habe, dann sei das "wichtiges Material" für die Öffentlichkeit, sagte Riekel im Deutschlandfunk. Sie wehrte sich gegen den Vorwurf des Magazins "Stern", Spionagemethoden verwendet zu haben. Zwar habe die "Bunte" die Berliner Agentur CMK mit Recherchen über Seehofer, Müntefering und Lafontaine beauftragt. Dabei sei aber nicht die Rede von einer Observierungswohnung, einem manipulierten Briefkasten oder einer präparierten Fußmatte gewesen. Sollte dies dennoch geschehen sein, wäre dies unseriös und ungesetzlich, sagte Riekel. Im Übrigen würden alle großen Zeitungen und Magazine mit CMK zusammenarbeiten, darunter auch der "Stern". Der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Michael Konken sieht es anders: "Das Intimleben von Politikern auszuspähen, verstößt gegen die berufsethischen Regeln des Journalismus." Zwar könne im Einzelfall öffentliches Interesse an einem Partner eines Politikers bestehen. Das reiche aber in keinem Fall bis in die Intimsphäre hinein. Die müsse für die Medien tabu sein, und das sei im Pressekodex des Deutschen Presserates auch so festgelegt, betonte Konken.

 

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